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| 02:34 Uhr

Integrationshaus Peitz mit Leben erfüllt

Angelika Sedlick vom Peitzer Werg e.V. freut sich, dass sie jetzt im neuen Hauptvereinssitz ein einladendes Kinderzimmer hat, wo die Mädchen und Jungen mal die Sorgen in ihren Familien vergessen können.
Angelika Sedlick vom Peitzer Werg e.V. freut sich, dass sie jetzt im neuen Hauptvereinssitz ein einladendes Kinderzimmer hat, wo die Mädchen und Jungen mal die Sorgen in ihren Familien vergessen können. FOTO: Hirche/jul1
Peitz. Das Haus in der August-Bebel-Straße 29 in Peitz hat eine wechselvolle Geschichte. Der Verein zur Wiedereingliederung von Randgruppen (Werg e. Marion Hirche / jul1

V.) ist jetzt dorthin wieder zurückgekehrt und betreibt nun zwei Standorte. In der Dammzollstraße befinden sich die Kleider- und die Möbelbörse, sowie die Fahrradwerkstatt. Das Haus in der August-Bebel-Straße ist jetzt wieder der Hauptvereinssitz.

Im vergangenen Jahr ist das Haus komplett saniert worden. Im Keller befinden sich jetzt die Räume der Peitzer Tafel. Darüber im Erdgeschoss, gibt es Wohn- und Sanitärräume sowie eine Küche für Flüchtlinge. Hier wohnen jetzt eine syrische Familie mit zwei Kindern und zwei alleinstehende Flüchtlinge. Darüber befinden sich die Beratungsstelle für einheimische Bürger und Flüchtlinge, Büroräume des Vereins, ein Kinderbegegnungsraum, in dem ab März auch eine Eltern-Kind-Gruppe aktiv werden wird. "Durch die Entwicklung mit den Flüchtlingen war uns in der Dammzollstraße alles zu eng. Wir sind glücklich, dass wir hier jetzt sehr gute Bedingungen haben. Die Zusammenarbeit mit dem Kreis, mit dem Amt und mit der Stadt funktioniert sehr gut", berichtet die Vereinsvorsitzende Angelika Sedlick.

Das Gebäude ist völlig saniert worden. Das Dach ist saniert, Raumprofile wurden geändert. Neue Sanitär- und Elektroanlagen wurden installiert. Überall wurde neu gefliest, Fußböden sind neu. Zusammen mit den Vereinsmitarbeitern und mit den Flüchtlingen wurden alle Räume auch farblich neu gestaltet. "Wir haben jedes Wochenende gearbeitet. Die Flüchtlinge waren froh, dass sie uns hier helfen konnten. Die Männer haben gewerkelt, die Frauen haben gekocht und nebenbei haben wir noch Deutschunterricht gemacht. Sie wissen jetzt alle, was eine Fliese ist." Im Zuge der Arbeiten gab es immer wieder neue Herausforderungen: "Als wir fast fertig waren und die Heizung angestellt haben, ist diese kaputt gegangen. Also mussten wir noch ungeplantes Geld auftreiben, um eine neue Heizungsanlage installieren zu können", erinnert sich Angelika Sedlick. Besonders glücklich sind die Frauen, die für die Tafel arbeiten. Ihre Bedingungen haben sich wesentlich verbessert. Alle Räume sind hell und freundlich.

Sowohl der Landkreis Spree-Neiße und der Bundesverband der Tafeln, als auch das Sozialministerium des Landes haben die Sanierung gefördert, zusammen mit mehr als 100 000 Euro.

In den nächsten Monaten soll nun noch das Außengelände in der August-Bebel-Straße gestaltet werden. Ein Spielplatz ist angedacht: "Außerdem werden wir Kräuterbeete anlegen, um das dann für die Zubereitung der Tafelspeisen nutzen können". Im April oder Mai soll mit einem Tag der offenen Tür Eröffnung gefeiert werden.