(wr) Die insolvente Firma Floralia Gartenbau wird sich künftig auf Handel und Floristik konzentrieren und sich zum Jahresende aus dem Bereich des Gartenbaus zurückziehen. Das hat der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Florian Linkert am Dienstag bei einer Mitarbeiterversammlung erklärt. So sei es „für das Unternehmen im Ganzen“ trotz aktiver Suche nach Investoren „nicht gelungen, einen Kaufinteressenten zu finden“, sagte er. Im Garten-  und Landschaftsbau habe das Unternehmen in den vergangenen Monaten so gut wie keine neuen Aufträge mehr erhalten.

Das Ende dieser Sparte betreffe 16 Mitarbeiter. Zwei weitere hätten bereits selbst gekündigt. Der Betrieb in sieben von acht Verkaufsfilialen und im Gartencenter werde „bis auf Weiteres“ fortgesetzt.

Ein wichtiger Grund für die Probleme der Firma im August war nach Angaben des Insolvenzverwalters ein Liquiditätsengpass: Aufgrund der Dürre im Sommer 2019 sei der Umsatz deutlich eingebrochen, „um mehr als 200 000 Euro“. Ein Angestellter berichtete, dass sich die Krise schon lange abgezeichnet habe. „Gerechnet hatten wir bereits damit“, sagte er. „Viele Leute sind seit Jahrzehnten in der Firma, und natürlich haben sie Angst vor der Zukunft.“ Bis zu seiner vorläufigen Insolvenz im August und darüber hinaus beschäftigte das Unternehmen mehr als 100 Mitarbeiter.