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| 17:22 Uhr

Herbstputz in Tauer
Laub beim letzten Gutsherrn geharkt

Nur wenige Einwohner von Tauer beteiligten sich am Herbstputz. Die Bürgermeisterin weiß: Der Ferienstart könnte eine Mitschuld tragen.
Nur wenige Einwohner von Tauer beteiligten sich am Herbstputz. Die Bürgermeisterin weiß: Der Ferienstart könnte eine Mitschuld tragen. FOTO: Marion Hirche
Tauer. Bei Herbstputz in Tauer  beteiligen sich nur wenige. Von Marion Hirche

Arbeitseinsätze haben in Tauer Tradition.  Auch das Laubharken im Herbst gibt es schon seit vielen Jahren. Allerdings waren am Sonnabend bei der Aktion in der Gemeinde nur wenige mit dabei. Insgesamt 13 der knapp 700 Einwohner griffen zu Harke und Schere.

Vor dem Gemeindezentrum waren junge Leute  tätig. Sie harkten die vielen Blätter zusammen. „Hier ist doch auch unser Jugendklub, da wollen wir, dass es schön ist“, begründete  Sophie Rademacher ihre Anwesenheit. Unterstützt wurde sie unter anderen von Maurice Ziersch und Paul Thieme: „Irgendwie müssen die Blätter ja wegkommen“ .

An der Kirche mit dem benachbarten Friedhof waren die anderen zugange. Auch hier wurden viele bunte Haufen gemacht, die dann Gemeindearbeiter  Volker Kalzke mit  seinem Multicar zusammensammelte  und auf einen Hänger lud. Bernfried Engel sorgte für das Verdichten des Laubes.  Auf dem Friedhof und auf dem Kirchenareal kamen viele Laubberge zusammen. Katharina Menze befreite die Fläche am Friedhofszaun  von dem bunten Baumschmuck. „Ich wohne doch hier und da gehört es doch dazu, dass man sich einbringt“, meinte die junge Mutter. Sie war mit dem Kinderwagen zum Arbeitseinsatz gekommen. Der sieben Monate alte Lennard Johann schlief anfänglich, dann aber musste er von Oma Kerstin Albrecht beruhigt werden, durch eine Runde in seiner „Schaukelkutsche“.

Auch die ehrenamtliche Bürgermeisterin Karin Kallauke  war mit Harke, Schere und Handschuhe zum Subotnik gekommen.  Sie machte sich an der Grabanlage des letzten Gutsherrn von Tauer zu schaffen. Hier harkte sie, schnitt zu lange Efeuranken ab. „Theodor Buder war der letzte Gutsherr von Tauer. Er ist 1954 verstorben. Seine Söhne haben uns das Gutshaus geschenkt und dafür haben wir uns zur Pflege der Grabanlage verpflichtet. Deshalb schauen wir hier immer, dass es ordentlich ist und legen auch Blumen nieder“, war von Karin Kallauke zu erfahren.  Nach dem Arbeitseinsatz lud die Bürgermeisterin noch zum Bockwurstessen ins Gemeindebüro ein. „Wir haben viel geschafft, jede Menge Laub ist beseitigt und nun sieht es wieder ordentlicher aus. Am Freitag ist bei uns auf dem Friedhof eine Beisetzung, und deshalb war das Saubermachen heute auch wichtig, aber wir wissen natürlich, dass heute gerade die Ferien angefangen haben“, betonten die Initiatoren.