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| 14:37 Uhr

Bringt Adebar den Frühling mit?
Die ersten Störche sind da

 Die ersten Störche haben am Freitag im Hänchener Schutzgebiet Station gemacht. Vor den Frühlingsboten hatten hier Graugänse bis vor Kurzem noch ihr Winterquartier.
Die ersten Störche haben am Freitag im Hänchener Schutzgebiet Station gemacht. Vor den Frühlingsboten hatten hier Graugänse bis vor Kurzem noch ihr Winterquartier. FOTO: Marion Hirche
Hänchen. Viele Tiere leben im Schutzgebiet Hänchen. Naturschützer kümmern sich derzeit um Amphibien. Von Marion Hirche

In dieser Woche wurden im Landschaftsschutzgebiet Hänchen die ersten zwei Störche gesichtet.  Die beiden wirkten sichtlich erschöpft, vielleicht hat ihnen der Sturm zugesetzt. Vermutlich starteten sie in Richtung Dissener Spreeaue. Vielleicht entdecken sie aber auch das neue Storchennest, das der Hänchener Jäger Konrad Strauß vorbereitet hat. „Im letzten Jahr haben wir so eine  Wohnung für die  Adebare in Dahlitz eingerichtet und hatten damit Erfolg. Vielleicht klappt es ja. 2018 hatten wir zwölf Weißstörche im Großgemeindegebiet – ziemlich wenig im Vergleich zu früher“, sagt Dr. Werner Richter, Vorsitzender des Naturschutzvereines Kolkwitz.

Das Gelände zwischen Sachsendorfer Badesee, Priorgraben und Hänchener Dorfmitte  ist auch für zahlreiche Graugänse eine willkommene  Winter-Station. Große Kolonien dieser   Gänse hielten sich in den vergangenen Wochen auf den Wiesen und an den Wasserstellen auf. In den nächsten Wochen werden sie sich wieder auf den Weg in den Norden Europas machen.

 In ihrer Nachbarschaft fühlen sich hier auch viele Rehe, die am Abend bis an die Straße kommen, wohl. Die Kolkwitzer Naturschützer werden diese  Populationen auch 2019 wieder genau im Auge behalten. Sie haben sich dem intensiven Artenschutz verschrieben und sind im Moment vor allem mit dem Amphibienschutz beschäftigt.

Am Kolkwitzer Heilstättenweg und in Zahsow, beim Grundstück der Familie Meier, wurden wieder Schutzzäune für Erdkröten, Moorfrösche, Grasfrösche und Teichmolche errichtet. Die Amphibien nutzen aber auch die angelegten Tunnelsysteme am Wiesengrund und der Hänchener Straße. „Allerdings ist die Amphibienwanderung im Moment noch schleppend“, erklärt der Dr. Werner Richter. Noch ist es ihnen wohl zu kalt.