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| 01:10 Uhr

In Cottbus spielt es sich am besten in der Stadtmitte

Mitglieder der Jungen Union (JU) testeten mehrere Cottbuser Spielplätze auf ihre Alltagstauglichkeit. Antrieb der CDU-Nachwuchsorganisation war die Sorge um die Sicherheit der Cottbuser Kinder. Von Christian Kättlitz

„Das Thema lag uns einfach am Herzen“ , so Steffen Komann, Pressebeauftragter der Jungen Union Cottbus. Sein Hauptanliegen und das seiner Parteifreunde war, Schwächen und Gefahrenquellen auf den Spielplätzen aufzudecken, um beispielsweise zu verhindern, dass sich Kinder beim Herunterfallen von morschen Klettergerüsten verletzen, oder sich beim Spielen mit etwa herumliegendem Müll mit Krankheitserregern infizieren. Nicht nur in Cottbus gebe es viele Eltern, die diese Sorgen teilten.
Um mögliche Problempunkte aufzudecken und ansprechen zu können wurden nun 20 Spielplätze in Schmellwitz, Ströbitz, Sandow, Sachsendorf, der Stadtmitte und der Spremberger Vorstadt einem visuellen Check unterzogen. Dabei wurde nicht einfach nur aus der Ferne betrachtet, sondern auch mal selbst Hand an das eine oder andere Gerät gelegt.
Laut Steffen Komann ist der Zustand der meisten Spielplätze „besser, als erwartet.“ Der 30-Jährige, selbst Vater von zwei Kindern, gibt den Cottbuser Anlagen sogar eine „generell gute“ Bewertung. Testkriterien waren dabei unter anderem die Verunreinigung der Testobjekte mit Müll oder Tierkot, die allgemeine Sauberkeit der Spielstätten und ihrer Umgebung, die Qualität des Sandes, Fäulnis oder Korrosion an den Spielgeräten sowie die Verarbeitung der Geräte.
„Testsieger“ der Aktion waren dabei der Spielplatz an der Ecke Tiegel- und Breitscheidstraße und der Spielplatz am Priorgraben, bei denen von Sauberkeit bis zur Verarbeitung der Geräte alles aus JU-Sicht stimmte. Ansonsten zeigten sich die Tester der Jungen Union besonders von den Spielplätzen im Innenstadtbereich sehr angetan. „Man sieht ihnen einfach an, dass sie regelmäßig gepflegt werden“ , beschreibt Steffen Komann den Zustand der meisten städtischen Anlagen.
„Verlierer“ des Testes waren in erster Linie die Spielplätze Am Lug und im Eichenwäldchen, beide in Schmellwitz. Auch der Spielplatz in der Sachsendorfer Hölderlinstraße bestach nicht gerade durch Sauberkeit. Viele Anlagen seien Treffpunkte von Jugendlichen und präsentierten sich auch dementsprechend. Leere Fast-Food-Behälter, Flaschen, Getränkedosen, umgestürzte oder abgerissene Mülleimer sowie zerstörte Umfriedungen seien die Hauptärgernisse. Ansonsten sind es bauliche Mängel wie abgescheuerte Isolierungen an Kletterseilen oder rausstehende Nägel, welche den Unmut der Tester erregten.
„Wir werden die entdeckten Mängel an die zuständigen Stellen im Grünflächenamt weiterleiten“ , verkündete Komann. Außerdem will die Junge Union Verbesserungsvorschläge einreichen. Einer der kostengünstigsten aber zugleich nützlichsten Vorschläge wäre das Anbringen einer simplen Beschwerdenummer an den Spielplätzen, die den Anrufer direkt zur Stadtverwaltung führte. „So wäre der Weg einer Schadensmeldung kürzer und viele Eltern wären eher bereit, dies auch zu tun. So können Mängel schneller erkannt und behoben werden“ , hofft Steffen Komann. Bis der Rundgang im Herbst wiederholt wird, könnte dieser Vorschlag in die Tat umgesetzt sein. Im Interesse des Nachwuchses wäre es sicher, schätzt die Cottbuser Junge Union.