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| 01:27 Uhr

In Cottbus muss weiter abgerissen werden

Abriss Plattenbau
Abriss Plattenbau FOTO: Archiv/Steffen Rasche
Cottbus. Der Abriss von Wohnungen muss auch in den kommenden zehn Jahren in Cottbus fortgesetzt werden – obwohl im vergangenen Jahrzehnt bereits knapp 9000 Wohnungen zurückgebaut worden sind. Das legt das Stadtumbaustrategiekonzept bis 2020 nahe, das dem Stadtparlament am kommenden Mittwoch zum Beschluss vorgelegt wird. pk

Darin heißt es, dass sich die Leerstandsquote von derzeit 13 Prozent ohne Abriss aufgrund der Bevölkerungsentwicklung bis zum Jahr 2020 auf 23 Prozent erhöhen würde. Um diesen Leerstandszuwachs zu beseitigen, müssten demnach mehr als 6000 Wohnungen zurückgebaut werden. Ein stadtökonomisch und wohnungswirtschaftlich empfehlenswertes Leerstandsniveau liegt jedoch bei acht Prozent. Das würde bereits heute eine Verringerung um 2700 Wohnungen notwendig machen - und bis 2020 eine Reduzierung von knapp 9000 Wohnungen bedeuten. “Die erste Variante der Leerstandsreduzierung stellt das Minimalziel des zukünftigen Stadtumbaus in Cottbus dar„, heißt es in dem Konzept.

Das Volumen des Abrisses in den einzelnen Stadtteilen hänge davon ab, in welchem Umfang Wohnungen in Sachsendorf-Madlow und Neu-Schmellwitz vom Markt genommen werden. “Je mehr dort reduziert wird, desto geringer sind die zu erwartenden Leerstände in den zentrumsnäheren Bereichen - jedoch nur in dem Maß, wie dort vergleichbarer Wohnraum zur Verfügung steht„, steht in dem Papier. In Neu-Schmellwitz liege das Abriss-Potenzial bei 2800 Wohnungen, in Sachsendorf-Madlow bei 1400. Durch den Abriss in diesen beiden großen Neubaugebieten werde die Wohnungs-Nachfrage an andere Standorte wie Sandow oder die Spremberger Vorstadt verlagert.

Doch auch diese Verschiebung werde die geringere Wohnungsnachfrage nicht ausgleichen können, zumal bestimmte Bautypen nicht mehr attraktiv sind. Damit werde es auch in zentraler gelegenen Standorten wie Ströbitz, Sandow, aber auch der Stadtmitte, zu Leerständen kommen.