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| 16:35 Uhr

Sport
Schwimm-Tipps vom Europameister

Anna (li.) und Luisa mit Christian Diener.
Anna (li.) und Luisa mit Christian Diener. FOTO: Georg Zielonkowski
Cottbus. Schwimmfest des PSV Cottbus mit großen Namen und internationalen Gästen. Von Georg Zielonkowski

Ab und an konnte man im Gewimmel des 11. Internationalen Nachwuchsschwimmfestes des PSV Cottbus beobachten, wie sich am Beckenrand der Lagune kleine „Nester“ bildeten. Mittendrin stets ein junger Mann der geduldig seinen Namenszug auf die Trikots, die Stirn oder die Arme der Schwimm-Talente schrieb.

Die Rede ist von Christan Diener, der vor knapp 20 Jahren im Gastgeberverein sein Seepferdchen ablegte und danach eine beispielhafte Karriere begann. Die ihn vor zwei Jahren zu Olympia nach Rio führte, wo er beim den 200-m-Rücken-Endlauf Siebter wurde. Inmitten der jungen Sportler seines ersten Vereins erinnerte er sich an seine ersten Schwimmzüge: „Meine Trainerin Marlies Sachse war damals die Person, die mit ihrer stets mütterlich wirkenden Art über manch schweren Moment beim mitunter intensiven Training tröstend hinweghalf. Dennoch war alles sehr zielführend, wie man es heute ausdrückt.“

Beim „11.“ schickte Marlies Sachse wiederum hoffnungsvolle Talente auf die Bahn. Wie Luisa Kamenz und Anna Rosenow. Die beiden Achtjährigen gehörten auch zu jenen Nachwuchs-Schwimmern, die nach ihren Wettbewerben gleich Ausschau hielten, wo denn Christian Diener gerade zu finden sei. Um nach der Bitte um eine Autogramm mit dem 24-jährigen ins Gespräch zu kommen. Und das Aushängeschild des PSV Cottbus beantwortete geduldig jede Frage, zudem hatte der heute beim OSC Potsdam unter Jörg Hoffmann trainierende manch wichtigen Tipp für die Mädchen parat: „Ganz wichtig ist vor jedem Training und vor jedem Wettkampf eine gute Erwärmung. Wenn ihr die vernachlässigt, könnt ihr euch ganz schnell mal eine Verletzung holen. Aber genauso wichtig ist, dass ihr euch bei allem Spaß am Schwimmen in der Schule nicht hängen lasst. Beim Lernen muss man sich manchmal genauso durchbeißen, wie im Becken beim Schwimmen. Aber ich glaube mit Frau Sachse habt ihr eine tolle Trainerin, die euch in all diesen Dingen ganz prima unterstützt.“

Zum elften Schwimmfest des PSV waren 231 Sportler aus 16 Vereinen angetreten, darunter Hugo Engelien. Der Junge von der BSG Stahl Eisenhüttenstadt empfing bei der Siegerehrung noch vor seinem Weg auf die höchste Stufe des Treppchens die Gratulation. Wurde doch der Sieger über 200 Meter Lagen an diesem Tag zehn Jahre alt: „Ich habe in der letzten Zeit ziemlich viel trainiert, da wollte ich mich schon gern mit anderen aus meiner Altersklasse messen. Da war mir eigentlich egal, dass ich heute Geburtstag habe. Feiern kann ich morgen mit unserer Familie immer noch. Heute habe ich mir erst einmal selber mit der Siegermedaille ein ganz tolles Geschenk gemacht.“

Gejubelt haben auch drei 18-Jährige aus dem benachbarten Zielona Gora. Kamil Wojda, Jakub Skrobale und Wojciech Swikatowski konnten nach dem Wettbewerb 50 Meter Brust alle drei Stufen des Siegertreppchens besetzen. „Bei uns daheim im Bezirk Luboskie sind wir immer vorn dabei, da schlagen wir alle Konkurrenten. Und beim Cottbuser Schwimmfest, bei dem wir ja schon im Vorjahr am Start waren, haben wir jetzt mal andere Gegner gehabt und trotzdem gewonnen, da sind wir sehr stolz“, freuten sich die Starter vom TP Zielona Gora, der mit 29 Aktiven am Start war.

Stolz konnten auch die PSV-Schwimmer sein, weil die mit 39 Siegen, 32 zweiten Plätzen und 25 Bronzerängen die Teamwertung vor dem ESV Frankfurt/Oder (27-33-19) gewonnen haben.