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Immer mehr, immer mehr, immer mehr

""Grüß dich, lange nicht gesehen, alles paletti?" "Geht so." "Hört sich irgendwie nicht so an, wie du das sagst.

"

"Hm."

"Also muss ich's dir wieder aus der Nase ziehen: Worüber grübelst du?"

"Wo das enden soll. Ich frage mich die ganze Zeit, wohin das noch führt."

"Was, bitte?"

"Fußball. Die Weltmeisterschaften. Fifa-Präsident Gianni Infantino will ja das WM-Teilnehmerfeld ab 2026 von 32 auf 48 Mannschaften erhöhen. Mehr Ländern mehr Spiele, mehr Einnahmen."

"Und? Spielen eben auch mal Liechtenstein, Andorra, Gibraltar, Nauru, Kiribati und Tuvalu auf der großen Bühne!"

"Du hast sie ja nicht alle. Hast du noch durchgesehen, nach welchem Modus bei der ebenfalls aufgeblähten Europameisterschaft in diesem Jahr die besten Gruppendritten weitergekommen sind? Hast du nicht. Und da waren nur 24 statt bislang 16 Teams am Start! Aber jetzt ein Turnier mit 48 Mannschaften! Wie lange dauert das dann, wie viele Spiele sind das überhaupt? Wo soll das - um Himmels willen - eigentlich enden?"

"Kann ich dir sagen. Um Himmels willen ist gut . . . Also: Aktuell hat die Fifa 211 Mitgliedsländer. Irgendwann werden die alle an der WM-Endrunde teilnehmen dürfen, sämtliche 211, höchstwahrscheinlich sind's dann noch ein paar mehr. Aber das ist natürlich immer noch nicht das Ende."

"Wie? Wie das denn?"

"Dann wird es Zeit. dass entweder wir ein paar sportliche Außerirdische entdecken oder sie uns. Und dann gibt's eine immerwährende Fußball-Weltall-Meisterschaft."