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| 13:33 Uhr

„Nazi-Stadt“ und „Demo-Tourismus“
Image von Cottbus leidet unter Ärger um Flüchtlinge

Cottbus möchte sein Image wieder aufpolieren. Die Stadt leidet unter den Problemen und Reaktionen im Zusammenhang mit Flüchtlingen.
Cottbus möchte sein Image wieder aufpolieren. Die Stadt leidet unter den Problemen und Reaktionen im Zusammenhang mit Flüchtlingen. FOTO: Michael Helbig/mih1
Cottbus. Gesprächsangebote nach Ostern sind in Planung. Von Peggy Kompalla

Cottbus muss etwas für sein Image tun. Das stellte Bürgermeisterin Marietta Tzschoppe (SPD) am Mittwoch während ihrer Rede im Stadtparlament fest. Demnach hafteten Cottbus nach den jüngsten Ereignissen die Etiketten „Nazi-Stadt“ und „Demo-Tourismus“ an.

„Uns erreichen Zuschriften und Anrufe, die sich kritisch dazu äußern und einige Menschen wollen Cottbus seither lieber meiden“, sagte sie. „Bei den Unternehmern und Händlern der Stadt herrscht die Sorge um das Flair der Stadt.“ Deshalb müsse Cottbus an seinem Ruf arbeiten. „Das wird nicht einfach“, stellte sie fest. „Und es wird uns lange begleiten.“ Bürgermeisterin Tzschoppe betonte in ihrer Rede: „Die Stadt ist nicht gespalten. Sie ist geeint in der Sorge, dass etwas aus dem Ruder laufen könnte.“ Sie versicherte, dass es Gesprächsangebote geben werde, „die der Oberbürgermeister nach Ostern unterbreiten wird“. Diese Gespräche bedürfen demnach einer guten Vorbereitung.

Mit ihrer Ungeduld diesbezüglich hielten die Grünen am Mittwoch nicht hinter dem Berg. Fraktionschef Joachim Weißflog betonte: „Die Stadt soll sich zu den Vorfällen verhalten.“ Das vermissen die Abgeordneten demnach.

Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) befindet sich derzeit auf Kur und wird seinen Dienst voraussichtlich am 9. April wieder antreten.