Was wurde im Steinitzer Altbergbaugebiet bereits saniert?
Im Altbergbaugebiet Görigk östlich von Steinitz hatte es ab den 1980er-Jahren erste Erkundungs- und Sicherungsarbeiten von untertägigen offenen Grubenbauen gegeben. Später legte der Regionale Arbeitskreis Welzow-Süd des Braunkohlenausschusses in Abstimmung mit der damaligen Bergbehörde fest, weitere Sanierungsmaßnahmen erst dann zu planen, wenn ein bestätigtes Nutzungskonzept für dieses Gebiet vorliegt.

Jetzt ist dafür also die Zeit reif?
Zwischenzeitlich wurde viel getan, beispielsweise der Ausbau des Steinitzhofes, und der Steinitzer Treppe. Das Radwegenetz durch das Altbergbaugebiet wurde ausgewiesen und die Konzipierung einer "Bergbauroute", einem Wanderwegenetz, von dem aus auf sicherem Untergrund die bergbauliche Historie erlebbar werden soll. Vor der Freigabe dieser Wege für die Touristen muss eine Erkundung und Sicherung der ausgewiesenen Gefahrenbereiche erfolgen. Das hohe öffentliche Interesse an den notwendigen Sicherungsarbeiten wurde von der Stadt Drebkau im Dezember 2012 bekräftigt. Diese besitzen daher eine hohe Priorität.

Wie wird die Sanierung konkret ablaufen?
Mit Freigabe des Haushaltsplanes ist die Ausschreibung von Erkundungs- und Sicherungsarbeiten in zehn Gefährdungsbereichen vorgesehen. Dabei werden im Bereich von öffentlichen Wegen untertägige offene Grubenbaue bohrtechnisch erkundet und bei Hohlraumfund mit einer Braunkohlenfilter aschensuspension versetzt.

Über welchen Zeitraum wird geredet?
Die Maßnahmen sollen im März beginnen. Der Abschluss ist für das Jahresende 2013 vorgesehen.

Der Görigker See ist als Badegewässer beliebt. Wird dort weiter saniert?
In zwei Gefährdungsbereichen ist am Göhrigker See die Erkundung und Sanierung von untertägigen Grubenbauen vorgesehen. Die Böschung wurde bereits 2002 saniert.

Mit Ulrich Obst

sprach Torsten Richter