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IHK zu Lärmschutz an der B 169

B 169
B 169 FOTO: Jan Augustin
Cottbus. Dieses Thema war den Verkehrsexperten der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus so wichtig, dass sie nicht allein über eine Position der Wirtschaftsvertreter entscheiden wollten. So hat der Verkehrsausschuss letztlich der IHK-Vollversammlung am Donnerstagabend eine Resolution zum möglichen Durchfahrtsverbot für Lkw auf der Bundesstraße 169 zwischen Cottbus, Senftenberg und Schwarzheide vorgelegt, deren sechs Punkte inhaltlich getragen wurden. Christian Taubert

Dabei werden die Landkreise aufgefordert, den Anwohnern entlang der B 169 den im Urteil des Verwaltungsgerichtes Cottbus vom Dezember 2016 geforderten Lärmschutz zu gewähren. Dieser Prämisse folgen die Forderungen der Kammer, Einschränkungen der unternehmerischen Tätigkeit weitestgehend zu vermeiden sowie Ziel- und Lieferverkehr per Lkw für Unternehmen an dieser Bundesstraße zu gewähren.

Die IHK-Vollversammlung mahnt schnellstmöglich ein Verkehrslenkungskonzept an, das Auswirkungen eines Lkw-Fahrverbotes auf umliegende Landes- und Bundesstraßen und dort lebende Anwohner abschätzen soll. Letztlich soll ein Lärmschutzgutachten Wege zur Lärmreduktion für die Anwohner vorschlagen, um schnellstmöglich handeln zu können. Mit der Forderung nach Planungen für den Bau der noch fehlenden Ortsumfahrungen entlang der B 169, die schnellstmöglich begonnen bzw. fortgesetzt werden müssen, endet die Resolution.

Rund 1000 Lkw passieren täglich das nahe Cottbus gelegene Klein Oßnig. Vor allem Brummis im Transitverkehr meiden dabei den Umweg über das Spreewald-Dreieck zwischen den Autobahnen A 15 und A 13. Sie kürzen 30,7 Kilometer über die B 169 ab, sind schneller und sparen Maut. Für die Anwohner in Klein Oßnig liegt der Lärmpegel seit Jahren tags und nachts deutlich über den gesetzlich festgelegten Grenzwerten.