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| 17:38 Uhr

Strukturwandel in der Lausitz
Knappschaft soll in Cottbus kräftig wachsen

 Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will in Cottbus eine Zusage der Bundesregierung einlösen
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will in Cottbus eine Zusage der Bundesregierung einlösen FOTO: dpa / Britta Pedersen
Cottbus. Die Bundesregierung hat den vom angekündigten Kohleausstieg betroffenen Revieren Tausende Behördenstellen zum Ausgleich für wegfallende Beschäftigung versprochen. Die Lausitz profitiert jetzt davon. Von Jan Siegel

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will jetzt damit beginnen, der Rentenversicherung Knappschaft Bahn-See in Cottbus neue Aufgaben zu übertragen und damit mehrere hundert neue Behördenarbeitsplätze in die Lausitz zu bringen. „Das packe ich jetzt an“, sagte Heil am Freitag. Die Ankündigung ist nicht ganz neu. Der Lausitzer Bundestagsabgeordnete Ulrich Freese (SPD) hatte bereits im April in der RUNDSCHAU über bis zu 500 neue Stellen in Cottbus gesprochen.

Zur möglichen Zahl der geplanten neuen Stellen bei der Knappschaft in Cottbus wollte sich deren Sprecher jetzt nicht äußern. Er bestätigte jedoch, dass ein Ausbau des Standorts schon in Vorbereitung sei. Bisher arbeiten im Bereich der Regionaldirektion Cottbus seinen Angaben zufolge etwa 1200 Beschäftigte.

Die Regierung hatte zugesichert im Zuge des Ausstiegs aus der Stromerzeugung durch Kohleverbrennung die betroffenen Regionen zu unterstützen und insgesamt 5000 Arbeitsplätze zu schaffen. Für den Strukturwandel in der Lausitz, im Mitteldeutschen und im Rheinischen Revier sollen über die nächsten zwei Jahrzehnte insgesamt bis zu 40 Milliarden Euro vom Bund in die Länder fließen.