Hintergrund ist eine neu entfachte Debatte über das gymnasiale Angebot in der Stadt für körperbehinderte Schüler. Das per Stadtverordnetenbeschluss vom November 2004 dafür vorgesehene Elite-Gymnasium Steenbeck hatte sich vor der jüngsten Sitzung des Bildungsausschusses außerstande erklärt, die Schüler wie vorgesehen zu integrieren (die RUNDSCHAU berichtete).
Nun, so Ingrid Fritz, seien ihr von Schulamt und Schulverwaltung Varianten für eine andere Lösung vorgestellt worden: Das Humboldt-Gymnasium oder die Fontane-Gesamtschule ziehen ins behindertengerecht ausgebaute Leichhardt-Gymnasium, das wie geplant vorher ausläuft. Die Variante, die der Schulleiterin, ihren Lehrern und Schülern Angst macht, sieht so aus: Humboldt bekommt keine weiteren siebten Klassen. Die verbleibenden Schüler ziehen ins Leichhardt-Gymnasium, das künftig doch weiter einschulen darf, weil es körperbehinderte Schüler integrieren kann.
Ingrid Fritz bietet noch eine Lösung an: „Wir könnten körperbehinderte Schüler bei uns beschulen.“ Die mit rund einer Million Euro von der EU finanzierte Unterrichtskooperation mit der Partnerschule in Zielona Gora könnte dabei ungehindert weiter laufen.
Heute diskutiert der Bildungsausschuss das Thema um 17.30 Uhr im Sitzungssaal Altmarkt 21. (dpr)