In Berlin arbeitete er kurze Zeit als Gerichtsassessor, um danach in seiner Heimatstadt im Magistrat als Stadtrat und Stadtsyndikus zu arbeiten. 1894 wurde er als 2. Bürgermeister gewählt. 1905 wurde er nach einer gewonnenen Ausschreibung Bürgermeister der Stadt Brandenburg. 1914 nahm er ein Angebot aus Cottbus an, wo er vom 4. Mai 1914 bis zum 27. Juni 1925 (sein Sterbedatum im Dienst) Oberbürgermeister der Stadt war. Sein privat errichtetes Wohnhaus Seminarstraße 4 wurde nach seinem Tode von der Stadt erworben und war bis 1945 Oberbürgermeistervilla für alle OB-Nachfolger (heute Kita "Kunterbunt"). Dreifert gilt nach dem Ersten Weltkrieg als Initiator des sozialen Wohnungsbaus. Bauten in der Dresdener, Bautzener und Berliner Straße zeugen davon.
In seiner Amtszeit wurde auch das erste befestigte Freibad, das Strombad, eingeweiht, der Nordpark (heute Käthe-Kollwitz-Park) angelegt und der Verein für Heimatkunde gegründet. Am 1. November 1925 wurde ihm zu Ehren die Gymnasial- in Dreifertstraße umbenannt. (dl/hhk)