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| 18:34 Uhr

Malteser beleuchten Umgang mit dem Tod
Hospizwoche bietet Hilfe bei Trauer

FOTO: dpa / Peter Förster
Cottbus. Ausstellung im Cottbuser Rathaus zeigt „Haut als Gefühlslandschaft“.

Wie menschliche Haut von Trauer berichten kann, das erleben die Besucher einer Ausstellung im Foyer des Cottbuser Rathauses. Wie der Hospizdienst der Malteser mitteilt, widmet sie sich anhand von Porträtfotos den Trauertattoos von Hinterbliebenen, die das Andenken verstorbener Angehöriger und Freunde auf diese Weise stets bei sich tragen. Die Sozialpädagogin Anja Gehrke-Huy erklärt, sie begegne in ihrer Praxis oft Menschen, die mit Symbolen und Worten auf der Haut an der Erinnerung festhalten wollen. Die Fotos von Katrin Hartig sind auch mit der Lebensgeschichte der Trauernden versehen.

Zugleich bildet die Ausstellung mit dem Titel „Trauertattoos – unsere Haut als Gefühlslandschaft“ den Auftakt der Hospizwoche in Cottbus. Sie wird am Montag, 17. Juni, um 17 Uhr im Foyer des Rathauses am Neumarkt eröffnet. Pflegende Angehörige erhalten direkt danach, um 18 Uhr, die Chance, sich über Letzte-Hilfe-Kurse zu informieren, die Anja Gehrke-Huy im zweiten Halbjahr in Cottbus und Forst anbieten wird. Ein Gesprächsnachmittag am Mittwoch, 19. Juni, widmet sich wiederum dem Thema: „Trauernde Kinder und Jugendliche begleiten“. Er findet ebenfalls im Rathaus am Neumarkt statt. Dazu erklärt Anja Gehrke-Huy: Gerade Kinder seien oft „sehr spontan in all ihren Fragen“. Zudem erwarteten sie sich von den Erwachsenen ehrliche und kindgerechte Antworten.

Ein weitere Veranstaltung am Freitag, 21. Juni, beleuchtet von elf Uhr bis 16 Uhr die Fragen: Wohin mit der Trauer? Wo gibt es Hilfe, wenn Sterben und Trauer Themen werden? Welche regionalen Angebote gibt es?

Der Umgang der Menschen mit dem Tod wird in Zukunft noch größeren Raum einnehmen, insofern die Prognose der Stadt Cottbus zur Einwohnerstruktur eintrifft. Im Jahr 2035 werden demnach voraussichtlich fast 36 Prozent der Cottbuser älter als 65 Jahre sein. Im Jahr 2035 werde die Cottbuser Bevölkerung im Durchschnitt etwa 50 Jahre alt sein. „Dieser Alterungsprozess stellt die Gesellschaft vor vielfältige Herausforderungen“, heißt es in der Prognose der Rathausmitarbeiter, die sich der Demografie bis zum Jahr 2035 widmet.