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Horst Bartel

Vor 80 Jahren, am 16. Januar 1928, wurde in Cottbus als Sohn eines Straßenbauers und einer Arbeiterin der spätere Historiker Horst Bartel geboren.

Nach der Volksschule besuchte er die Cottbuser Lehrerbildungsanstalt, wurde zum Reichsarbeitsdienst eingezogen und kam in sowjetische Kriegsgefangenschaft. 1946 entlassen, wurde er auf einen Neulehrerkursus geschickt und studierte danach in Berlin Geschichte, Germanistik und Pädagogik.
1949 wurde er Lehrer und Internatsleiter in Wandlitz, 1950 Stadtschulrat in Potsdam. 1951 bis 1955 machte er eine Aspirantur am Institut für Gesellschaftswissenschaften mit dem Promotionsabschluss als Dr. Phil. An diesem Institut lehrte er als Dozent, wurde stellvertretender Direktor am Institut für Geschichte der Akademie der Wissenschaften und 1966 zum Professor für Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung berufen.
Für die Mitarbeit an der achtbändigen Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung erhielt er 1966 den Nationalpreis. 1975 bis 1984 war er Vorsitzender der DDR-Sektion der Historiker-Kommission DDR-UdSSR.
Horst Bartel, der zahlreiche Beiträge in Fachzeitschriften verfasste, starb am 22. Juni 1984 in Berlin. (hhk)