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| 17:02 Uhr

Nach Wirbel um Energie Cottbus
Holger Kelch lädt Verfassungsschutz ein

 Die Fans von Energie stehen unter Druck, die Nordwand wird offenbar von ehemaligen „Inferno“-Mitgliedern dominiert.
Die Fans von Energie stehen unter Druck, die Nordwand wird offenbar von ehemaligen „Inferno“-Mitgliedern dominiert. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Der Oberbürgermeister fordert Aufklärung um rechtsextreme Fangruppierungen im Energiestadion.

Der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) wird nach eigenen Aussagen den Innenminister des Landes Brandenburg, Karl-Heinz Schröter (SPD), und den Präsidenten des Verfassungsschutzes, Frank Nürnberger, nach Cottbus einladen. Hintergrund sind Medienveröffentlichungen und Äußerungen von Mitarbeitern des Verfassungsschutzes über rechtsextreme Netzwerke in Südbrandenburg und in Cottbus.

„Es ist in den zurückliegenden Tagen wieder viel über Cottbus geredet worden, jedoch nicht mit uns Cottbusern“, so der OB. Wenn der Verfassungsschutz neue Erkenntnisse habe und von einem „toxischen Gebilde“ spreche, dann erwarte er, dass darüber direkt mit den Verantwortlichen in der Stadt gesprochen werde.

„Zudem möchte ich bei einem solchen Treffen erfahren, wie der Verfassungsschutz und die Polizei als die zuständigen Behörden mit diesen Sachverhalten und etwaigen Straftaten umgehen.“

Energie Cottbus hatte bereits vor mehreren Tagen mitgeteilt, dass sich Anfang März ein Runder Tisch mit Vertretern von Polizei und Verfassungsschutz um die Fanproblematik kümmern wird. Anlass ist ein RBB-Bericht über Rechtsextreme, die die Fanszene von Energie Cottbus dominieren und sich immer enger mit anderen Milieus der Stadt vernetzen. Auch die RUNDSCHAU hatte bereits mehrfach auf die Situation hingewiesen.

 Die Fans von Energie stehen unter Druck, die Nordwand wird offenbar von ehemaligen „Inferno“-Mitgliedern dominiert.
Die Fans von Energie stehen unter Druck, die Nordwand wird offenbar von ehemaligen „Inferno“-Mitgliedern dominiert. FOTO: Steffen Beyer
(hil)