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Hoffnung für Neuanfang im Jugendclub

Laubsdorf. Der Jugendclub im Laubsdorfer Schloss könnte schon bald wiederbelebt werden. In der jüngsten Gemeindevertretersitzung von Neuhausen/Spree stellten sich mit Patrick Reinelt und Annelie Berg zwei junge Laubsdorfer vor, die den Neuanfang wagen wollen. Annett Igel-Allzeit

Im ersten Halbjahr hatte der Jugendclub für viel Kopfschütteln gesorgt. Über Lärm wurde berichtet. Fotos zeigten, wie schlimm es in den Räumlichkeiten nach Feiern und Fußballabenden aussah. Der Hausmeister des Schlosses, das 2013 umfangreich zum Familien-, Dienstleistungs- und Gemeindezentrums saniert worden war, musste oft im Jugendclub vorbeischauen, um Fenster und Türen zu schließen, die Heizung zu regulieren und das Außengelände aufzuräumen. Da sich zur Wiedereröffnung des Schlosses kein "richtiger" Jugendclub mit Verein, Vorstand und Lust auf Verantwortung hatte gründen wollen, war der Pachtvertrag für die Jugendräume im Kellerbereich mit zwei volljährigen Privatpersonen geschlossen worden. Doch das ging nicht lange gut, da sie beruflich sehr eingespannt sind. Der Schlüssel und damit die Verantwortung wurde weitergereicht. Gespräche mit dem Ortsbeirat und der Gemeindeverwaltung brachten keine Wende. Dieter Perko, Bürgermeister der Gemeinde Neuhausen/Spree: "Die Betriebskosten stiegen, der Rauchmelder wurde blockiert, Inventar beschädigt, und trauriger Höhepunkt war dann ein Fehlalarm, der bezahlt werden musste." Schließlich kündigten die zwei Verantwortlichen ihren Pachtvertrag zum 30. Juni dieses Jahres selbst.

Patrick Reinelt und Annelie Berg sollen nun einen Verein gründen. Nach ihrem ersten Konzept, das sie den Gemeindevertretern vorstellten, will sich der Jugendclub künftig wieder mehr ins Dorfleben einbringen - beim Zampern zum Beispiel und beim Osterfeuer. Freiwillige Einsätze bei älteren Laubsdorfern möchten sie anbieten, beim Holzhacken, Zaunstreichen oder auf dem Friedhof helfen. Und sie wollen eine Hausordnung und feste Putztermine einführen. Wie Dieter Perko bestätigt, haben die jungen Laubsdorfer einen guten Eindruck bei den Gemeindevertretern hinterlassen. Sie sollen jetzt ihr Konzept vertiefen. Durch die Probleme, die es mit ihren Vorgängern gegeben hatte, so Perko, sei zudem eine Summe von 600 Euro aufgelaufen.