Der Vorstand des Landesbezirks Nordost der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) hat sich am Donnerstag, 12. Dezember 2019, zu einer turnusmäßigen Beratung an den Tagesanlagen des Leag-Tagebaus Jänschwalde getroffen. „Wir wollen mit der Wahl des Sitzungsortes heute auch ganz bewusst ein Zeichen setzen“, sagte Landesbezirksleiter Oliver Heinrich der RUNDSCHAU. „Vor den Weihnachtsfeiertagen zeigen wir den Beschäftigten des Tagebaus, dass wir als Gewerkschafter hinter ihnen stehen.“

Der Tagebau läuft seit dem 1. September nach einer Anordnung des Landesbergamtes im Sicherheitsbetrieb. Auslöser dafür waren Gerichtsurteile, die für die Fortführung des Tagebaus eine Umweltverträglichkeitsprüfung unter den verschärften FFH-Gesichtspunkten fordern.

Zwar dreht sich der Kohlebagger in Jänschwalde seit etwa einem Monat wieder, das aber nach Angaben des Landesbergamtes nur aus Sicherheitsgründen. Aus tektonischen und hydrologischen Gründen müsse der Tagebau 50 Meter vorrücken, um einen gefährlichen Grundwasseranstieg im Tagebaubereich zu verhindern.

Hoffen auf neue Genehmigung im Januar

Der Bergbaubetreiber Leag hat nach eigenen Angaben inzwischen alle Unterlagen für die genehmigung zur regulären Fortführung des Tagebaues eingereicht. Jetzt müsste das Landesbergamt in Zusammenarbeit mit dem Landesumweltamt entscheiden, ob der Tagebau wieder regulär weitergeführt werden können. Mit einer Entscheidung wird im Januar 2020 gerechnet.

Der Tagbau Jänschwalde hatte vor zwei Wochen erst im Zusammenhang mit Klimaprotesten wieder für Schlagzeilen gesorgt, als der Kohlegegner des Aktionsbündnisses „Ende Gelände“ gegen den Kohleabbau in der Lausitz protestierten.