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| 10:10 Uhr

„Ulla“ heizt der Lausitz ein
So wird die 40-Grad-Woche in der Lausitz

 Abkühlung ist in den nächsten Tagen wichtig.
Abkühlung ist in den nächsten Tagen wichtig. FOTO: dpa / Roland Weihrauch
Cottbus. Die Hitze kommt, um länger zu bleiben, orakeln Wetterexperten. Fakt ist, dass Hoch „Ulla“ ab Wochenbeginn richtig Fahrt aufnimmt. Schweißtreibende Temperaturen kommen auf die Lausitz zu. Von Verena Ufer

Nach dem offiziellen Sommerstart am Freitag heißt es, sich in der neuen Woche auf rekordverdächtige Hitze einzustellen. Das hatte bereits RUNDSCHAU-Wetterexperte Dominik Jung am Freitag angekündigt.

Es wird jeden Tag heißer

„Bis einschließlich Mittwoch wird es jeden Tag heißer“, erklärte am Sonntag auch Meteorologe Adrian Leyser vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Auch er ist sich ziemlich sicher, dass der Junirekord von 38,2 Grad geknackt werde. Der Wert war laut DWD im Jahr 1947 in Frankfurt-Westend gemessen worden. Die Hitze könne bis zum Wochenende andauern. Schon am Montag könnten laut DWD die Temperaturen örtlich bis auf bis zu 34 Grad klettern.

 Sogar bis auf 40 Grad Celsius können die Temperaturen steigen, sagt der RUNDSCHAU-Wetterexperte Dominik Jung.
Sogar bis auf 40 Grad Celsius können die Temperaturen steigen, sagt der RUNDSCHAU-Wetterexperte Dominik Jung. FOTO: dpa / Patrick Seeger

Eine Woche extreme Hitze im Juni ist rekordverdächtig

RUNDSCHAU-Experte Jung hatte bereits für die ganze Woche Temperaturen zwischen 33 bis mindesten 36 Grad Celsius und mehr prognostiziert. Auch ein Erreichen der 40-Grad-Marke hatte er nicht ausgeschlossen. Solche hohen Temperaturen ohne Unterbrechung eine ganze Woche lang im Juni nannte der Redaktionsleiters der Plattform wetter.net in Wiesbaden rekordverdächtig. Der Diplommeteorologe hatte bereits am vergangenen Mittwoch auf dem Kurznachrichtendienst Twitter nach Berechnung etlicher Wettermodelle vor einer gefährlichen Hitzewelle in Deutschland mit bis zu 40 Grad Celsius gewarnt. Zudem würden regionale Hitzegewitter nicht wirklich Abkühlung bringen, erklärt der Experte die extreme Wetterlage.

 Es wird viel zu heiß. Trinken, trinken, trinken, heißt die Devise, damit der Kreislauf nicht schlappmacht.
Es wird viel zu heiß. Trinken, trinken, trinken, heißt die Devise, damit der Kreislauf nicht schlappmacht. FOTO: dpa / Frank Rumpenhorst

Sahara-Staub aus Afrika über der Lausitz?

Die heiße Luft aus Nordafrika bringt wieder Sahara-Staub nach Deutschland, bestätigt Jung zudem. Am Mittwoch werde er voraussichtlich die Lausitz erreichen. Dann könne der rötlich-braune Staub bei Gewitter als „Blutregen“ zur Erde fallen.

Bei schweren Stürmen in der afrikanischen Wüste wird oft auch Sand und Staub in die höchsten Regionen der Atmosphäre gewirbelt. Mit der Luftströmung legt er dann weite Entfernungen zurück.

„Derzeit scheint es fast, als würden sich die umstrittenen dramatischen Prognosen des US-Wetterdienstes „Accu-Weather“ vom Mai bestätigen, sagt Jung. Der Wetterdienst hatte vor Wochen bereits vor Extrem-Monaten mit langen Dürreperioden und extremer Waldbrandgefahr in Europa gewarnt. Klimaforscher warnen allerdings schon seit vielen Jahren davor, dass infolge der globalen Erderwärmung Wetter-Extreme zunehmen werden – auch in der Lausitz.

Anstrengungen meiden, genügend trinken

Mediziner appellieren bei solch exremer Hitze besonders an ältere und chronisch kranke Menschen, sich mit ihrem Verhalten der Witterung anzupassen. Anstrengungen sollen gemieden werden. Es müsse ausreichend getrunken werden. Wer kann, sollte die Sonne meiden und sich möglichst in gekühlten Räumen aufhalten. Mit Kopfbedeckung und Sonnencreme sollten sich alle versorgen, die rausmüssen.

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