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| 14:47 Uhr

Peitz
Historischer Verein will neue Impulse für Peitz setzen

FOTO: Marion Hirche
Peitz. Arbeitseinsätze an und in ihrem Vereinshaus sind für die Mitglieder des Historischen Vereins zu Peitz nichts Ungewöhnliches. In den letzten Jahren haben sie das alte Haus in der Mauerstraße wieder flott gemacht und es zu einem „Vereinshaus am Pulverturm“ mit einer musealen Ausstellung ausgebaut.

Am Sonnabend war wieder einmal Zeit zum Werkeln.

Dieter Domann, Andreas Pfennig und Benjamin Niewidok haben die Außenfenster wieder auf Vordermann gebracht. Die Farbe wurde abgeschliffen, dann die Rahmen wieder mit neuer Farbe und mit Kit versehen. „Wir wollen zum Museumstag am 1. September alles schön haben“, begründete Vereinsvorsitzender Christoph Malcherowitz die Arbeiten. Er selbst war im Erdgeschoss im Bronzezeitzimmer aktiv. Hier hatte die Außenwand des alten Gebäudes nach innen Beulen bekommen. Die Risse,die in der Wand entstanden sind, sorgten für Stirnrunzeln.

Während des Arbeitseinsatzes wurden auch die nächsten Vorhaben besprochen. So werden die Hobbyhistoriker am Museumstag am 1. September mit einer Peitzer Weinmeile aufwarten. Dann soll es auch Granoer Wein geben. Fester Programmpunkt sind natürlich die Führungen durch das Vereinshaus. Malcherowitz und Co werden beim Peitzer Weihnachtsmarkt neue Zinnfiguren präsentieren. Für 2019 wird ein großes Peitzer Festungsspektakel der Stadt nach besten Kräften unterstützt.

Zudem haben sich die Mitglieder des Vereins Gedanken gemacht, wie sie für Peitz neue Vorhaben anschieben können. So haben sie eine Unterschriftenliste für eine Erinnerungsstätte für alle toten Peitzer, die im 2. Weltkrieg gestorben sind, initiiert. „Alle Dörfer im Amt haben so eine Gedenkstätte, nur Peitz nicht“, sagt Andreas Pfennig. Der Verein hat die Namen von Toten, die in Peitz während des 2. Weltkrieges gestorben sind, gesammelt. Es sind weit über 200  zusammengekommen. „Die Liste stellen wir den Stadtverordneten zur Verfügung und sie können dann entscheiden. Wir brauchen einen Ort der Trauer für alle. Wir als Verein bekommen diesbezüglich oft Anfragen“, betont Christoph Malcherowitz. Außerdem wollen die Geschichtsinteressierten eine Diskussion über die Zukunft der Stadt anschieben. „ Quo vadis Peitz“ wird es demnächst heißen, dabei sollen Vorschläge für neue Entwicklungen gebündelt werden.

(jul)