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| 16:32 Uhr

Einsatz für die Fischerstadt
Historischer Verein arbeitet die Peitzer Geschichte auf

 Mit drei Kanonen schossen die Kanoniere des Historischen Vereins zu Peitz am Sonnabend an der Festungsscheune Salut zu Ehren des 20-jährigen Bestehens des Vereins.
Mit drei Kanonen schossen die Kanoniere des Historischen Vereins zu Peitz am Sonnabend an der Festungsscheune Salut zu Ehren des 20-jährigen Bestehens des Vereins. FOTO: Marion Hirche
Peitz . Mitglieder zogen eine Bilanz zum 20. Geburtstag.

Das laute Donnern der Kanone war am Samstagnachmittag von Peitz aus garantiert bis Teichland zu hören.  Die Kanoniere des Historischen Vereins zu Peitz hatten auch allen Grund, „Rabatz“ zu machen: Der 20. Geburtstag ihrer Hobbygruppe wurde in und an der Peitzer Festungsscheune gefeiert.

Der Vereinsvorsitzende Christoph Malcherowitz konnte eine beeindruckende Bilanz ziehen. „Unser Verein  wurde  am 6. April 1999 gegründet. Damals waren wir zwölf, heute sind wir 84 Vereinsmitglieder.“ Der beim Jubiläum als Ehrenmitglied Ausgezeichnete trug Ergebnisse des Freizeitengagements der Männer und Frauen vor: Im Jahr 2000 wurde die Vortragsreihe mit Geschichten über die Historie von Peitz begonnen. Bisher gab es 70 Vorträge mit knapp 30 000 Zuhörern. Im Jahr 2001 konnten die Vereinsvertreter der Stadt eine Abschrift der von ihnen entdeckten Ersterwähnungsurkunde der Stadt Peitz zur 700-Jahr-Feier überreichen. Im Jahr 2001 wurde der Historische Rundweg eröffnet. Seitdem finden Stadtführungen statt. Im Dezember 2018 wurde dabei der 10 000. Gast begrüßt.  

Auf der Erfolgsliste stehen auch der Beginn der Sanierung der Malzhausbastei zwischen 2005 und 2009 sowie die Sanierung und Eröffnung des Vereinshauses zwischen 2010 und 2016. Modelle und Ausstellungen wurden erstellt, der Verein war bei Veranstaltungen an der Festungen aktiv dabei, es gibt zahlreiche Veröffentlichungen. Christoph Malcherowitz resümierte: „Unsere Vereinsmitglieder haben in den zurückliegenden 20 Jahren unwahrscheinlich viel geleistet und erreicht. Dies war nur möglich, weil wir uns als Ganzes sehen und gemeinsam für unsere Sache stehen.“ Amtsdirektorin Elvira Hölzner erklärte: „Die Geschichte verstehen, begreifen und sogar aus ihr lernen kann man nur, wenn sie auch gelehrt und vermittelt wird. Hier ist der Historische Verein Vorreiter auf Amtsebene und leistet seit nunmehr 20 Jahren einen überaus wertvollen Beitrag für die Menschen in der Stadt und in unseren Gemeinden, aber auch für unsere Gäste.“ Sie wünsche sich, dass der Verein, die Stadt und das Amt wieder mehr zusammenrücken, um gemeinsame Projekte auf den Weg zu bringen.

Hier knüpfte der Bundestagsabgeordnete Dr. Klaus-Peter Schulze (CDU) an: „Ich gratuliere ihnen zu dieser beeindruckenden Bilanz. In den nächsten Tagen werden wir auch über Kulturprojekte im Zuge des Strukturwandels beraten. Da werde ich ihre erfolgreiche Arbeit mit einbringen. Ich bitte sie, diesbezüglich hier mit allen Entscheidungsträgern eng zusammenzuarbeiten.“ Das Miteinander zwischen Amt, Verein, Bürgern und Sponsoren machte es am Sonnabend möglich, dass direkt am Festungsaufgang ein erstes erneuertes Schild auf dem Historischen Rundweg eingeweiht wurde. Andreas Pfennig vom Historischen  Verein sagte bei der Enthüllung: .„Die Beschilderung ist 18 Jahre alt. Da ist eine Erneuerung dringend notwendig. Damit geht es heute los.“

Ines und Hans-Georg Niewidok feierten am Sonnabend mit. Sie zeigten sich stolz darauf, dass ihr Sohn Benjamin im Vorstand mitarbeitet. Frank und Christine Noack sind seit drei Jahren Mitglieder. Das sehen sie als eine Chance, sich in Peitz einzubringen.

 Mit drei Kanonen schossen die Kanoniere des Historischen Vereins zu Peitz am Sonnabend an der Festungsscheune Salut zu Ehren des 20-jährigen Bestehens des Vereins.
Mit drei Kanonen schossen die Kanoniere des Historischen Vereins zu Peitz am Sonnabend an der Festungsscheune Salut zu Ehren des 20-jährigen Bestehens des Vereins. FOTO: Marion Hirche