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Historischer Brunnen zugeschüttet

Im Zuge von Bauarbeiten wurde die Zisterne, die vermutlich aus der Gründungszeit der Festung Peitz stammt, entdeckt.
Im Zuge von Bauarbeiten wurde die Zisterne, die vermutlich aus der Gründungszeit der Festung Peitz stammt, entdeckt. FOTO: Hilscher
Peitz. Voller Empörung meldeten sich in den vergangenen Tagen mehrere Peitzer Anwohner und Unternehmer am RUNDSCHAU-Telefon: Auf dem Gelände der Peitzer Festung sei ein historischer Brunnen entdeckt worden, der nun einfach wieder zugeschüttet werden soll. Auf Nachfrage erklärte Bauamtsleiter Jörg Exler: "Es stimmt, wir haben tatsächlich im Bereich der Zitadelle einen historischen Brunnen entdeckt, der nicht in unseren Plänen vermerkt war. Andrea Hilscher

" Der Brunnen, der im Rahmen von Arbeiten am zweiten Bauabschnitt rund um die Zitadelle entdeckt worden war, ist etwa drei Meter breit und reicht in eine Tiefe von etwa acht Metern. "Da der untere Teil mit Holz verschalt ist und Einsturzgefahr bestand, konnten wir keinen Archäologen in den Brunnen einsteigen lassen", so Exler. Rund 30 Kubikmeter Wasser mussten abgepumpt werden, dann wurde die Beschaffenheit der Zisterne dokumentiert und von Archäologen dreidimensional gescannt.

In Absprache mit dem Denkmalschutz und den Stadtverordneten wurde die Zisterne bereits am vergangenen Freitag mit Beton verfüllt. Nach Abschluss der Bauarbeiten rund um den Festungsturm wird ein Aufsteller die Existenz des Brunnens dokumentieren.