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| 01:06 Uhr

„Hier duftet’s herrlich nach Wald“

Kolkwitz.. Das neue Jahr begrüßen 30 Naturfreunde gemeinsam mit Karla Fröhlich und Joachim Nugel vom Naturschutzbund (Nabu) mit einer Wanderung vom Alten Forsthaus Kolkwitz aus. Marion Hirche

Selbst der strömende Regen und die unangenehme Kälte halten sie nicht davon ab, schließlich sind sie bestens mit Cape oder Schirm ausgestattet.
Helga und Karl-Heinz Pfeiffer aus Klein Oßnig sind mit ihrer Hündin gekommen: „Wir wandern viel, wir interessieren uns für die Natur.“ Ilona und Wolfgang Gerlach aus Groß Döbbern haben Wander- beziehungsweise Walkingstock dabei. Entlang des Waldweges sind Beerensträucher. Karla Fröhlich erklärt, dass die Prei selbeere jetzt noch Laub hat, die Blaubeere dagegen kahl ist. Auf dem Weg zum Cottbuser Stadtwald werden die Wanderer von Vogelgeschrei begleitet. Es ist der Eichelhäher. Am Stadtwald erklärt Joachim Nugel: „Hier werden Roteichen gepflanzt. Doch gleichzeitig müssen einige Birken entfernt werden. Sie wachsen viel schneller und behindern dabei die Kiefern bei ihrer Entwicklung.“ Ein Stück weiter erklärt Nugel die Aufforstung durch Pflügen. Die Teilnehmer erfahren, dass hier auch nichteinheimische Schwarzkiefern gepflanzt wurden. Die gepflanzten Bäume wachsen aber meist langsamer als die durch natürliche Aussamung sich entwickelnden Bäume. Er erläutert, dass jeder Quirl - also jede Etage bei der Kiefer - ein Lebensjahr bedeutet. Das wussten auch Lieselotte und Roland Mette noch nicht: „Wir sind schon zum Tag des Baumes mit gewandert, das war aber neu. Wir gehen immer gern mit, wir wohnen in der Nähe des Forsthauses.“ Karla Fröhlich macht auf einen Ameisenhaufen und auf Misteln in den Bäumen aufmerksam. Annemarie Grimm ler aus Cottbus nimmt einen tiefen Lungenzug: „Hier duftet's so herrlich nach Wald.“ Und dann bestaunen alle die drei Weißtannen, den Baum des Jahres 2004, auf dem Gelände des Kolkwitzer Klinikums von Naturschützern angepflanzt. „Die sind aber gut angewachsen“ , sagt Sieglinde Sack. Nach gut anderthalb Stunden prasselt ein Lagerfeuer am Forsthaus und wärmt die durchnässten Wanderer.