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| 02:33 Uhr

Heute erreicht die Erde den sonnennächsten Punkt

FOTO: Schubert/lr
Cottbus. Heute erreicht die Erde den sonnennächsten Punkt auf ihrer jährlichen Bahn um die Sonne. Sie steht dann rund 3,5 Prozent näher als im Juli. Der Leiter des Cottbuser Planetariums Gerd Thiele erklärt den RUNDSCHAU-Lesern dieses astronomische Phänomen.

Silvester liegt hinter uns und ein neues Jahr hat begonnen. Allerdings wurde der Termin dafür, die Nacht vom 31. Dezember zum 1. Januar, eher willkürlich festgelegt und lässt sich nicht astronomisch begründen. Ein Jahr ist um, wenn die Erde einmal die Sonne umrundet hat. Auf dieser Bahn erreicht sie am 4. Januar um 15 Uhr einen besonderen Punkt, das Perihel. Das ist der sonnennächste Punkt auf der elliptischen Bahn unseres Planeten um das Zentralgestirn. Manchen mag es verwundern, dass dies ausgerechnet im Winter passiert. Wenn wir der Sonne so nahe kommen, warum ist es dann kalt? Doch das ist es nicht überall auf der Erde. Südlich des Äquators herrscht jetzt Hochsommer. Denn entscheidend für die Ausbildung der Jahreszeiten ist nicht Sonnennähe, sondern Sonnenscheindauer und Einfallswinkel der Sonnenstrahlen. Aufgrund der zur Bahnebene um die Sonne geneigten Erdachse bekommt die Nordhalbkugel gerade jetzt weniger Strahlung von der Sonne ab.

Am 3. Juli, wenn die Erde sich in Sonnenferne, im Aphel, befindet, ist die Situation genau umgekehrt und wir auf der Nordhalbkugel werden von der Sonne bevorzugt. Das hat für uns durchaus einen positiven Effekt. In Sonnenferne bewegt sich ein Planet langsamer als in Sonnennähe. Und deshalb ist die warme Jahreszeit zwischen Frühlings- und Herbstanfang bei uns sieben Tage länger als auf der Südhalbkugel.

Wer mehr darüber erfahren möchte, kann am 13. Januar, 20 Uhr, oder am 18. Januar, 17.30 Uhr, ins Planetarium kommen. In der Januarausgabe der Veranstaltungsreihe "Weißt du, welche Sterne stehen . . ." werden diese Zusammenhänge an der Planetariumskuppel erläutert und der Sternhimmel des Monats Januar erklärt.