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Flugplatzmuseum holt Flugzeug aus Vorpommern
Heute beginnt die Reise der Tupolew nach Cottbus

Tupolew TU 134 für Cottbus wird demontiert FOTO: Flugplatzmusuem Cottbus
Grünz. Es ist soweit: Nach monatelanger Vorbereitung soll eine einst von der DDR-Staatssicherheit für Anti-Terror-Übungen genutzte russische Passagiermaschine heute auf die Reise nach Cottbus gehen. Klappt alles wie geplant?

Das Flugplatzmuseum hat sich lange um die Übernahme der Tupolew 134 bemüht, die mehr als zwei Jahrzehnte lang in einem Garten im vorpommerschen Grünz (Kreis Vorpommern-Greifswald) gestanden hat. Die Pläne des bisherigen Besitzers, in dem Flugzeug ein Café einzurichten, waren am Widerstand der Behörden gescheitert. Nun soll die fast 30 Meter lange Maschine mit einer Flügelspannweite von 37 Metern in Cottbus Besucher anlocken.

Am Montag wurde gegen 8 Uhr ein Kran erwartet, der die Teile auf die Schwerlasttransporter laden soll. Der eigentliche Transport soll am Abend gegen 22 Uhr beginnen. Dadurch wird auf den Autobahnen Richtung Cottbus mit Behinderungen gerechnet. Der Gastwirt aus Grünz hatte das Flugzeug in einer Stasi-Kaserne unweit seines Dorfes an der polnischen Grenze entdeckt und es über Felder in seinen Obst- und Gemüsegarten bugsiert. Die Maschine hatte von 1984 an einer Antiterror-Einheit dazu gedient, für Einsätze bei Flugzeugentführungen zu trainieren.

Spezialisten des Flugzeugmuseums aus Cottbus bereiten am 10.07.2017 in Grünz (Mecklenburg-Vorpommern) das Höhenleitwerk der sowjetischen Tupolew 134A für die Demontage vor.
Spezialisten des Flugzeugmuseums aus Cottbus bereiten am 10.07.2017 in Grünz (Mecklenburg-Vorpommern) das Höhenleitwerk der sowjetischen Tupolew 134A für die Demontage vor. FOTO: Jens Büttner / dpa

(dpa)