Von Josephine Japke

Es klingt wie ein Bandname, ist aber das neue Konzept für die Herbstmesse: Das „Messe-Trio“. Nicht nur Herbstmesse und CottbusBau sollen Lausitzer an diesem Wochenende wieder in die Cottbuser Messehallen locken. Dazu kommt auch die OstPro, Deutschlands größte Ostprodukte-Ausstellung. „Ein völlig neues Konzept“, wie auch CMT-Projektleiterin Yvonne Zenke sagt.

Rund 250 überwiegend regionale Aussteller werden am Wochenende ihre Produkte und Dienstleistungen in den Messehallen vorstellen, unter ihnen 32 neue Aussteller. „Hätten wir unbegrenzt Platz, könnten wir aber fast das Doppelte an Ausstellern anbieten, so groß ist die Nachfrage nach Plätzen“, erklärt Yvonne Zenke. Dass zehn Aussteller kurzfristig wegen Krankheit absagen mussten und auf die Schnelle kein Ersatz gefunden werden konnte, tut ihr auch angesichts der großen Nachfrage nach Ausstellungsplätzen weh.

Größter Umsatz in Halle 1

Seit vielen Jahren integriert die Herbstmesse auch die Cottbus-Bau, das Zugpferd der Veranstaltung mit dem größten Umsatz an den zwei Messetagen. In Halle 1 präsentieren zahlreiche Anbieter aus dem Bau-, Energie- und Handwerksbereich ihre Produkte. In der gleichen Halle kommt auch das Natur-Feld unter, das in diesem Jahr abermals gewachsen ist. „Dort werden ein Mähdrescher, Schneidwerkzeug und eine Getreidequetsche aufgebaut sein“, erklärt Yvonne Zenke.

Familienbetrieb nutzt Messe zur Mitarbeiter-Suche

In dieser Halle ist auch der Familienbetrieb Jank-Elektro zu finden, die sich auf Automatisierungsanlagen spezialisiert hat. „Auf der Messe stellen wir das Smarthome vor, denn viele wissen gar nicht was das ist“, erklärt Elektromeister Marco Jank. Dabei ginge es um mehr, als um ein Thermostat am Heizkörper oder um voreingestellte Rollläden vor den Fenstern. „Aufträge haben wir genug, die Bücher kriegen wir schon voll, das ist gar kein Problem. Aber wir haben momentan nur fünf Angestellte und suchen händeringend Mitarbeiter“, erklärt Marco Jank. Und auch dafür sei die Cottbuser Herbstmesse sehr nützlich.

Erst zum zweiten Mal ist der Familienbetrieb auf der Ausstellung mit dabei. „Wenn man mit Leuten spricht, dann reden alle immer von der Herbstmesse“, sagt Jank. Das wiederum freut natürlich auch Yvonne Zenke: „Ich habe die Herbstmesse 2003 übernommen, sie ist quasi mein Baby. So einen Satz zu hören, ist die Bestätigung unserer Arbeit.“

Kulinarische Köstlichkeiten auf dem Genuss-Markt

Nachholbedarf gibt es laut Organisatoren im Mobil-Markt in der Halle 2, vor allem was den internationalen Vergleich angeht. Dafür kann sich der Genussmarkt in diesem Jahr wieder sehen lassen. 40 Anbieter stellen regionale und internationale Köstlichkeiten vor. „Besonders freue ich mich darüber, dass wir Ohde Marzipan aus Berlin herlocken konnten“, erzählt Yvonne Zenke begeistert. Die kleine Manufaktur aus Neukölln gibt es erst seit wenigen Jahren und doch hat sie sich auf dem Marzipan-Markt bereits einen Namen gemacht.

OstPro belegt die komplette Halle 3

Neu im Kreise der Messe-Themen ist in diesem Jahr die OstPro. 30 Aussteller nehmen die Halle 3 mit ihren 1000 Quadratmetern in Beschlag. Im Angebot haben sie Produkte vom Eiskombinat über Badusan bis hin zu Defa-Märchenfilmen – „alles, womit man in Erinnerung schwelgen oder die Zukunft aus den Augen verlieren kann“, erklärt Zenke. Ganz bewusst habe man keine Vergleichbarkeit zum Vorjahr herstellen wollen. Die Idee mit der OstPro sei ein völlig neues und hoffentlich erfolgreiches Konzept, hofft Zenke. „Wir haben das Ohr an der Masse und kennen das Interesse unserer Besucher. Da wurde deutlich, dass die OstPro gut laufen könnte“, sagt sie.

Nur ein Bastelaussteller auf 400 Quadratmetern

Auch neu auf der diesjährigen Herbstmesse: Der Kunst- und Kreativmarkt in Halle 4 – mit nur einem Aussteller. 400 Quadratmeter füllt das Unternehmen „Karin Jittenmeier - Ideen mit Herz“, das laut Zenke erst vor Kurzem gegründet wurde und mittlerweile um die 70 Mitarbeiter beschäftigt. Mit einem riesigen Angebot an Bastelartikeln und Workshops will Jittenmeier, die auch Bastelsendungen auf QVC moderiert, nun die Besucher überzeugen.

Auch der Gesundheitsmarkt in Halle 5 könnte laut Zenke größer sein. „Den mussten wir in diesem Jahr stark einengen. Aber wir werden es für nächstes Jahr im Hinterkopf behalten“, sagt sie. Auf der Bühne im Modemarkt nebenan wird es auch in diesem Jahr an beiden Messetagen wieder Modenschauen geben.