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| 18:27 Uhr

Cottbus
Schaukasten der Region

Die Cottbuser Herbstmesse erwartet am kommenden Wochenende ihre Besucher.
Die Cottbuser Herbstmesse erwartet am kommenden Wochenende ihre Besucher. FOTO: CMT
Cottbus. Die Cottbuser Herbstmesse ist bei Besuchern und Ausstellern so begehrt wie nie. Am Wochenende öffnet sie von 10 bis 18 Uhr ihre Tore. Von Peggy Kompalla

290 Aussteller werden am Wochenende in den Cottbuser Messehallen ihre Produkte und Dienstleistungen anbieten. Nicht allein diese Zahl ist top. Messechefin Daniela Kerzel sagt: „Wir waren schon vor den Sommerferien ausgebucht und damit so früh wie nie.“ Die Herbstmesse Cottbus-Bau hat sich zu einem begehrten Schauplatz der Region entwickelt. Davon wollen nicht nur junge Unternehmen profitieren, um sich am Markt zu platzieren, sondern auch alt eingesessene Firmen sind dabei. Einen Vorjahresrekord wird die diesjährige Messe allerdings nicht knacken können, prophezeit Daniela Kerzel. Im vergangenen Jahr kamen 12 500 Gäste in die Messehallen. „Das werden wir nicht überbieten können – allein aus Kapazitätsgründen“, sagt die Geschäftsführerin der Cottbuser Messegesellschaft CMT.

Die Hallen am Stadtring werden am Wochenende so voll sein, wie nie zuvor. Damit behauptet Cottbus seinen Status als wichtigster Messestandort des Landes Brandenburg. Die Ausstellungsfläche wurde demnach um mehr als 400 Quadratmeter erweitert. Damit sei das Maximum erreicht. Unter den 290 Ausstellern seien 50 Messeneulinge. Darüber informiert CMT-Projektleiterin Yvonne Zenke. „Wie hoch die Zufriedenheit ist, zeigt dass von den 47 neuen Ausstellern aus dem Jahr 2017 in diesem Jahr alle wieder dabei sind.“ Der Fokus der Schau liege auf Regionalität. Demnach kommen 89 Prozent der Unternehmen aus Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt, mehr als die Hälfte aus Cottbus und Spree-Neiße.

Die Herbstmesse integriert seit drei Jahren die Cottbus-Bau. Diese Kombination habe sich bewährt. In Halle 1 präsentieren sich in diesem Jahr 40 Aussteller der Bauhaupt- und -nebengewerke. Yvonne Zenke erklärt: „Der Bauboom hält weiter an, viele Unternehmen sind noch auf den Baustellen und mussten deshalb absagen.“ Die Unternehmen erwartet die Messegesellschaft dann zur Handwerkermesse im Januar 2019. In der Halle werden darüber hinaus Aussteller rund um Garten platziert. „Der Bereich Naturfeld hat massiv zugelegt“, sagt die Projektleiterin.

Unter der Kategorie Wohnraum wird der Cottbuser Elektrohändler EP: Ender in Halle 1 zu finden sein. Das Unternehmen mit seinem Geschäft in der Burgstraße und einer Werkstatt in Schmellwitz gibt es bereits seit mehr als 30 Jahren, wie Steffi Jütersonke erklärt. Trotzdem ist die Firma ein Messeneuling. „Wir wollen neue Kanäle ausprobieren, um Kunden zu gewinnen“, sagt sie. Dabei könne das Unternehmen mit Nachhaltigkeit punkten. „Wir reparieren die Geräte auch.“ Bei der Messe werde EP: Ender Heimtechnik präsentieren – also wie Musik ohne Kabel ins ganzen Haus kommt.

Halle2 ist der zentrale Begegnungspunkt mit der großen Bühne und dem Genussmarkt, für den sich 43 Aussteller angemeldet haben. Darunter wird auch der Unternehmer-Neuling Matthias Kloss sein. Der Cottbuser hat im Leinöl seine Berufung gefunden. „Mein Unternehmen gibt es erst seit drei Monaten“, sagt er. „Die Messe ist genau richtig, um mein Produkt zu präsentieren.“ Dabei handelt es sich um ein kaltgepresstes Leinöl. Der Name sagt alles: Öl & Gut. „Es ist total naturbelassen“, versichert Kloss, der die Ölmühle in Raddusch übernommen hat. „Die Leinsaat hole ich aus Burg und ich bereite gerade die Bio-Zertifizierung vor.“ Bei der Messe dürfte er mit seiner Schauleinölpresse auffallen. „Das Öl kann natürlich vor Ort verkostet und in Brot gedippt werden.“

Auch die Jänschwalderin Undine Janetzky wird in der Halle zu finden sein. Ihr Unternehmen, die Lusitza GmbH, gibt es immerhin schon seit anderthalb Jahren. Sie hat sich auf Wildkräuter spezialisiert und wird ihr erstes eigenes Produkt mitbringen: das Wildsamensalz „Wilde Möhre“. „Das ist ganz aromatisch“, sagt sie. Zudem präsentiert sie eine Getreidemischung mit Nachtkerzensamen. Ihre Produkte vertreibt die Unternehmerin bislang vor allem über das Internet. Ihren Kunden schickt sie einmal in der Woche Wildkräuter in biologisch abbaubaren Verpackungen nach Hause. Für sie ist die Herbstmesse ebenfalls eine gute Plattform, um sich bekannt zu machen.

In Halle 2 werden darüber hinaus im Freizeitmarkt 20 Reiseveranstalter ihre Touren und Angebote präsentieren. Aktuelle Auto- und Fahrradmodelle gibt es im Mobilmarkt.

Halle 3 ist der Mode mit 30 Ausstellern vorbehalten. Das sind neun mehr als im Vorjahr. Die Firmen werden am Wochenende auf einer eigenen Bühne Modeschauen vorführen. Halle 4 steht unter dem Motto Kreativmark, in dem sich alles ums Kunstvolles und Handgemachtes dreht. Yvonne Zenke von der CMT erklärt: „Den Bereich haben wir aufgepeppt mit einem Kunstmarkt, wo über zwei Tage verschiedene Werktstätten stattfinden.“

In Halle 5 ist erstmals der Gesundheitsmarkt mit 33 Ausstellern rund um Ernährung, Sport und Wohlfühlangeboten untergebracht. Darüber hinaus finden in Seminarraum 1 über beide Tage Vorträge aus den Bereichen Bau, Garten und Gesundheit statt.

Herbstblatt
Herbstblatt FOTO: LR / pixabay