Juli 1888 in Bad Lauterberg/Harz, ab 1921 Stadtrat in Frankfurt (Oder) und ab 1926 dort Oberbürgermeister. Am 28. März 1933 wurde er nach Cottbus als kommissarischer Magistratsdirigent abgeordnet. Am 1. April 1933 trat er der NSDAP bei. Im Juli 1933 wurde er zum Oberbürgermeister von Cottbus gewählt. In seine Amtszeit fallen die ersten Verhaftungen von Sozialdemokraten, Kommunisten und Gewerkschaftern, die Verfolgung von jüdischen Geschäftsinhabern, die Einstellung der zivilen Luftfahrt, der Abriss eines Häuserkarrees (darunter das sog. Stadtpalais und das Geburtshaus von Carl Blechen) für den Bau des neuen Rathauses 1934-36, die Rekonstruktion der alten Stadtmauer mit Hilfe der Deutschen Arbeitsfront (DAF), der Bau der Reichsbank 1933 und der Sparkasse 1937. Im Oktober 1937 schied Haltenhoff aus dem Amt und wurde zum Oberbürgermeister von Hannover gewählt. 1938 wurde er SA-Standarten führer. Nach jüngsten Recherchen eines Historikers (im Januar 2006 veröffentlicht) hat Haltenhoff in Hannover wesentlich dazu beigetragen, im Rahmen der Arisierung jüdisches Grundeigentum weit unter Wert zu erwerben, jüdischen Bürgern zu Spottpreisen Wert- und Kunstgegenstände abzunehmen. Viele Stücke wurden dem Ratssilber eingegliedert und mehrere, mit neuen Monogrammen versehen, nachweislich von Haltenhoff an Nazigrößen verschenkt. Haltenhoff legte unter dem Druck des Gauleiters am 8. April 1942 sein Amt nieder, die Gründe dafür nennt auch das Hannoversche Biografische Lexikon von 2002 nicht. Beim Entnazifizierungsverfahren 1949 wurde der Ex-Oberbürgermeister in die Gruppe IV (Mitläufer) eingestuft. 1954 bis 1955 saß er als gewählter Abgeordneter im Niedersächsischen Landtag. (hhk)