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| 01:03 Uhr

Heller Glanz und kleine Schatten in der „Stadt von schön“

Cottbus.. Eine Woche gastierten sie in Cottbus und im Umland, die Schönsten der 16- bis 19-jährigen Mädchen aus allen Teilen der Welt. In der Nacht zu Montag wurde das „Teen Model of the World“ im Staatstheater gekürt (die RUNDSCHAU berichtete). Christian Kättlitz

Was die ganze Sache der Stadt und den Mädchen gebracht hat„ Zeit, Bilanz zu ziehen.
„Nicht oft erhält Cottbus die Gelegenheit, so viel Internationalität zu versammeln wie bei dieser Veranstaltung,“ verkündet Gala-Moderator Petrick Urban stolz der versammelten Prominenz. Alle waren sie gekommen, vom deutschen Playboy Rolf Eden, bis zu Promi-Produzent Andy Moor, der natürlich stilecht mit Sonnenbrille. Beide Herren schon in Ehren ergraut, freuen sie sich um so mehr über die jungen Mädchen. Schnell die Sektgläser am Bühnenrand abgestellt und begeistert den Bikinimodels applaudiert. Was die wohl kosten mögen“ Die Fotos für den Playboy natürlich, was denn sonst„
„Welcome in the city of beautiful,“ heißt es in der Anmoderation. Zu deutsch: Willkommen in der Stadt von schön. Eine fragwürdige Wort-Konstellation zwar, macht aber nichts. Da gönnt man sich einfach ein leckeres „Lachs-Tater“ vom Buffet oder bewundert die Siegerin, laut Banderole „Miss Hespaniola.“ Ob nun His- oder Hespaniola, Tater oder Tatar, wer sich daran störte, konnte sich auf dem roten Teppich vor dem Theater an den traditionellen Cottbuser Alphornbläsern erfreuen. Moment mal“ Alphörner in der Lausitz? Da gerät Jung-Moderator Shai Hoffmann (Star Search) ins Stocken, in welcher Stadt er sich eigentlich befindet. Nach peinlicher Pause fällt es ihm glücklicherweise wieder ein. Ja, Cottbus wird hier beehrt. Die „Stadt von schön.“
Ein wenig Bauchschmerzen verursachten sie schon, diese Eindrücke vom Rande. Wenn es schon nicht mit Arbeitsplätzen oder Investitionen funktioniert in der Stadt, sollte man doch wenigstens auf dem internationalen Parkett glänzen. Die Models taten es, in nationalem Kostüm, Abend- und Bademode stellten sich die 50 Mädchen der Jury. Ob 30-minütiges Non-Stop-Lächeln oder die Umarmung für die Nächstplatzierten. Alles sitzt, schließlich sollte man laut den Veranstaltern schon mindestens zwei Jahre als Model gearbeitet haben, ansonsten hätte man keine Chance. Über das Preisgeld von 10 000 Euro, eine 16-tägige Maledivenreise sowie ein wertvolles Collier konnte sich nach fast drei Stunden Jennis Diaz (19) aus der Dominikanischen Republik freuen. Den zweiten Platz sicherte sich Brittany Mason (18) aus den USA. Wuendy Paola Serpa Salcedo (18) aus Venezuela wurde Dritte. Eva Süssmann aus Hamburg schaffte es in die Auswahl der letzten Fünf.
Zwei weitere deutsche Vertreterinnen, Milena Schmidt, als „Miss Internet“ und „Miss Österreich“ in den Model-Wettbewerb geschmuggelt, gingen allerdings leer aus.