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| 02:32 Uhr

Heizkraftwerk wieder unter Volllast

Dampf aus allen Rohren: Das Cottbuser Heizkraftwerk fährt nach der Wartung wieder unter Volllast.
Dampf aus allen Rohren: Das Cottbuser Heizkraftwerk fährt nach der Wartung wieder unter Volllast. FOTO: Hering
Cottbus. Um den Jahreswechsel ist die Stadt Cottbus mit Fernwärme ausschließlich aus dem Kraftwerk in Jänschwalde versorgt worden. Im Heizkraftwerk (HKW) fanden Wartungsarbeiten statt. Planmäßig, so die Stadtwerke. Inzwischen läuft das HKW wieder auf vollen Touren. Sven Hering

Keine Sonne, kein Wind. Dazu knackig kalt. Zu Wochenbeginn zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite. Zumindest aus der Sicht von Sven Wenzke. "Das ist ideales Heizkraftwerk-Wetter", frohlockte der Betriebsleiter am Montag. Zustimmung bekam er dabei von seinem kaufmännischen Leiter Gaston Richter.

Während Solar- und Windkraftanlagen eine Pause einlegen mussten, lief die Anlage, die Strom und Fernwärme produziert, wieder auf Hochbetrieb und sorgte für warme Stuben in der Stadt.

Vor ein paar Tagen hatte diese Aufgabe noch ausschließlich das Kraftwerk in Jänschwalde übernommen. Im Heizkraftwerk wurden in dieser Zeit die Kohlekessel gereinigt, Ascheleitungen inspiziert, Ventile oder Armaturen ausgetauscht. "Schon seit mehreren Jahren wird die Wartung auf die Zeit des Jahreswechsels gelegt", erklärt Sven Wenzke. "Damit wir dann, wenn es richtig kalt wird, gut gerüstet sind."

Das Cottbuser HKW sei mit dieser Strategie keine Ausnahme. "Das machen alle Kraftwerke so", ergänzt Gaston Richter. Die Kunst bestehe dann darin, auch die stark nachgefragten Wartungsfirmen zu bekommen. Richter: "Wir haben dabei gute Partner, die uns schon viele Jahre die Treue halten."

An eine Notvariante wurde im HKW aber auch gedacht. Wäre es zum Jahreswechsel richtig kalt geworden, dann hätten dort auch andere Energieträger eingesetzt werden können. Zwei mit Gas oder Öl befeuerte Kessel sorgen bei Bedarf für zusätzliche Wärme in den Wohnungen der Cottbuser. Doch die Leistung aus Jänschwalde reichte aus.

Der geplante Stillstand hatte aber auch wirtschaftliche Gründe. Denn die Preise für den Strom, der im HKW ebenfalls produziert und verkauft wird, waren in den letzten Wochen im Keller. Es gab einfach ein zu großes Angebot. Ohne Wind und Sonne allerdings ist das Stromgeschäft für die Cottbuser Heizkraftwerker schlagartig wieder attraktiv.