ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:24 Uhr

Cottbus
Heiße Phase beim Schulumbau

Trockenbauer Torsten Mautsch arbeitet am Küchenbereich und im künftigen Speisesaal der Theodor-Fontane-Gesamtschule.
Trockenbauer Torsten Mautsch arbeitet am Küchenbereich und im künftigen Speisesaal der Theodor-Fontane-Gesamtschule. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Die Stadt nutzt die Sommerfreien, um Schulgebäude auf- und umzurüsten – für 655 000 Euro. Von Andrea Hilscher

Wenn andere Leute in den Urlaub fahren, hat Hans Limberg vom Fachbereich Immobilien ordentlich zu tun: In den Ferien nutzt die Stadt jeden Tag, um die Schulgebäude auf Vordermann zu bringen. In diesem Jahr werden insgesamt 655 000 Euro für die Bauunterhaltung ausgegeben.

Eine der wichtigsten Aufgaben in diesem Jahr: Die frühere Pestalozzi Förderschule in Schmellwitz wird zur Oberschule umgebaut. Hans Limberg: „Dafür werden unter anderem neue Fachkabinette gebraucht.“ Dafür und für die Erneuerung der Schwarzdecke im Außenbereich werden 235 000 Euro veranschlagt.

Rund 100 000 Euro kostet der Einbau verschiedener Akustikmaßnahmen in mehreren Schulen der Stadt: Schallschluckende Decken- und Wandbeläge sollen den Kindern als auch den Lehrern den Schulalltag erleichtern.

In der Erich-Kästner-Grundschule  in der Innenstadt werden das Lehrerzimmer und Teile der Villa umgebaut – Kostenpunkt: 50 000 Euro. Die Sanierung der  WC-Anlagen in der Turnhalle Lutherstraße wird 90 000 Euro kosten. Fußboden- und Malerarbeiten in Sielow sind mit 30 000 Euro veranschlagt.

Hans Limberg: „An verschiedenen Schulen müssen die Dächer entweder komplett erneuert oder repariert werden.“ Dazu gehören unter anderem das Mehrzweckgebäude des Niedersorbischen Gymnasiums, die Kästner-Grundschule, die Spreeschule Puschkinpromenade, die Lakomy-Grundschule, die Turnhalle Jahnstraße und das Pädagogische Zentrum für Natur und Umwelt.

Während die Reparaturen und Umbaumaßnahmen in der Regel in den Sommerferien abgeschlossen werden können, muss Hans Limberg bei den großen Schulprojekten über Jahre hinweg planen – wenn im laufenden Betrieb gebaut wird, müssten Schüler und Lehrer umziehen.

„Zum Glück haben wir mit dem ehemaligen Steenbeck-Gymnasium in der Elisabeth-Wolf-Straße einen guten Ausweichstandort“, sagt Limberg. Denn für die nächsten Jahre wird dort ein reger Umzugstourismus herrschen. Aktuell nutzen die Schüler der Astrid-Lindgren-Schule die beiden sonst leer stehenden Bauten. Ihre Schule am Nordrand wird derzeit für rund sieben Millionen Euro aus- und umgebaut, dazu kommt eine neue Sporthalle rund etwa 2,5 Millionen Euro.

Im März kommenden Jahres sollen die Lindgren-Schüler zurück an den Nordrand ziehen. Dann stehen bereits die Lehrer und Schüler der Fontane-Gesamtschule, des Leichhardt-Gymnasiums und schließlich der Spreeschule in den Startlöchern.

In der Fontane-Schule werden für 2,9 Millionen Euro einen neue Essensversorgung etabliert, Aula und Zwischenbau werden saniert, die Freianlagen umgestaltet. Hans Limberg kündigt an, dass Küche und Speisesaal bereits im August fertig werden.

Beim Leichhardt-Gymnasium soll in den nächsten Sommerferien der Umbau von Haus A weitergehen. Abschluss: voraussichtlich Sommer 2020.

Am Standort Rudniki der Spreeschule sind Fundamente für einen Containeranbau gesetzt, die Medien liegen an. Im August sollen die dringend benötigten Container geliefert werden. Ist der hintere Gebäudeteil des früheren Steenbeck-Gymnasiums behindertengerecht umgebaut, sollen hier ebenfalls Spreeschüler einziehen. Dann kann der beengte Standort Puschkinpromenade aufgegeben werden.