Er studierte Jura und Volkswirtschaft und machte als junger preußischer Beamter in Gnesen (Gniezno) kommunale Karriere, wo er es zwischen 1907 und 1917 zum Landrichter, zum 2. und zum Ersten Bürgermeister dieser Kreisstadt bei Posen brachte. Als nach dem Versailler Vertrag dieses Gebiet an Polen abgetreten wurde, war Nollner bis 1920 Bürgermeister in der Berliner Randgemeinde Grunewald, danach in Rüstringen (Wilhelmshaven).
1925 bewarb sich Nollner nach dem Tode von OB Dreifert für das Cottbuser Stadtamt und gewann gegen zwei weitere Kandidaten. Sein kurzes Amt nahm er unter großen Stadtproblemen wahr. Es gab im Januar 1926 rund 1500 Arbeitslose in der Stadt, die Wohnungsnot war groß, die Stadtkasse leer, ein verheerendes Hochwasser hatte im Juni beträchtliche Schäden angerichtet. Nollner versuchte die Probleme zu klären und Entscheidungen zu forcieren, die bei der Finanzierung der überhöhten Baukosten der Landwirtschaftsschule in der Gulbener Straße, bei der Schaffung neuer Wohngebiete verschiedener Wohnungenossenschaften, bei der Flugplatzerweiterung und bei der Verlängerung des Straßenbahnnetzes auftraten. Doch eine plötzliche Krankheit führte zum Tode.
Nollner starb nach zwei erfolglosen Operationen von eitriger Mittelohrentzündung im Städtischen Krankenhaus und wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung auf dem Südfriedhof beerdigt. (hhk)