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Heinrich Götschmann

Cottbus.. Von dem Bildhauer Götschmann kennen wir den Geburtstag (noch) nicht, nur das Geburtsjahr 1857 und den Geburtsort Fischbach in Schlesien, Daten, die uns die Bibliothekarin Elisabeth Weiß aus Bonn übermitteln konnte (Götschmann hat 1902 für Bonn-Nordstadt den Martinsbrunnen

geschaffen). Heute soll trotz fehlenden Geburtstagsdatums an sein 150. Jubiläum gedacht werden, weil der Künstler einige Skulpturen-Spuren in Cottbus hinterlassen hat. Götschmann, den kein Künstler-Lexikon nennt, arbeitete geraume Zeit mit dem Architekten des Cottbuser Stadttheaters Bernhard Sehring zusammen. Für den Musentempel von 1908 hat der Bildhauer sozusagen den plastischen Zierrat geschaffen: die kupfergetriebenen Pantergespanne auf den Treppentürmen und die auf den Proszeniumslogen im Zuschauerraum, die monumentalen Blumenvasen und von Pantern getragenen Lampen, die Löwen an den beiden Außenbrunnen und die vielen Pu tten auf und am Theater. Kein Wunder, dass der Besucher von Sehrings Sommersitz, der Rosenburg bei Ballenstedt, viele der Güsse von Putten, Löwen und Greifen aus Stampfbeton in den Parkanlagen wiederfindet. Für das neue Lehrerseminar (heute Niedersorbisches Gymnasium) unserer Stadt schuf Götschmann 1911 einen überlebensgroßen sandsteinernen Luther, der in den Händen Hammer und Thesenrolle trägt. Götschmann starb 1929 in Berlin-Wilmersdorf. (hhk)