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| 18:41 Uhr

Stadtpolitik
Heftiger Knatsch im historischen Verein in Peitz

Peitz. Bürgermeister Jörg Krakow (SPD) kündigt seine Mitgliedschaft fristlos.

Hinter den Kulissen hat es schon länger gebrodelt, jetzt hat der Ärger für einen offenen Eklat gesorgt: Mit sofortiger Wirkung hat Bürgermeister Jörg Krakow seine Mitgliedschaft im historischen Verein zu Peitz gekündigt.

Der Verein hatte Krakow angeschrieben und für Dienstagabend zu einer Aussprache gebeten. Der Verein habe zunehmend Interessenskonflikte in der Arbeit Krakows wahrgenommen, so das Schreiben. Wörtlich schreibt der Vorstand: „Anstatt mit uns zu reden, gehst du eigene Wege und setzt Prioritäten gegen den eigenen Verein.“ Dem Bürgermeister werden mangelnde Ehrlichkeit und Kooperationsbereitschaft vorgeworfen.

Jörg Krakow selbst hätte die im Raum stehenden Vorwürfe gegen ihn gern in einem Gespräch geklärt. „Aber obwohl mir zugesagt worden war, dass ich zu dem Gespräch Zeugen mitbringen darf, wurden diese dann des Raumes verwiesen“, so Krakow. Als Konsequenz ist der Peitzer Bürgermeister aus dem Verein ausgetreten, dem er seit fünf Jahren angehört hat.

Nach eigenen Worten sei er dort sehr aktiv gewesen. Dann aber sei es zu einer Auseinandersetzung um die in Peitz sehr beliebten Stadtführungen gekommen. Der Verein habe den Preis für diese Führungen von vier auf sieben Euro anheben wollen. „Das fand ich zu viel“, sagt Krakow. In der Folge hat die Stadt selbst die Führungen angeboten. Zum alten Preis, mit weiterhin guter Resonanz der Touristen. „Mit den Einnahmen können wir die Betriebskosten der Malz­hausbastei abdecken. Das kann doch eigentlich nur im Interesse des Vereins sein“, sagt der Bürgermeister. Vom Verein selbst war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

(hil)