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Streitfall
Konflikt um Neubau am Großsee schwelt weiter

Tauer. Gemeindevertreter wollen  eine juristische Zweitmeinung einholen. Von Andrea Hilscher

Doch bevor sie aktiv werden, will Bürgermeisterin Karin Kallauke eine juristische Zweitmeinung einholen. „Ich will sichergehen, dass wir als Gemeinde mit unserer Rechtsauffassung richtig liegen“, so Kallauke.

Auslöser der Auseinandersetzung ist ein Neubau am Großsee, der im Landschaftsschutzgebiet und baurechtlich im Außenbereich liegt. Die Gemeinde Tauer hatte im März 2016 zwar ihr Einvernehmen für einen entsprechenden Bauantrag erteilt, dieser aber beruhte nach Einschätzung der Gemeindevertreter auf einer Fehlinformation. Später legten die Vertreter von Tauer Widerspruch beim Landkreis ein, ohne Erfolg. Einem Nachtrag zur Baugenehmigung, die eine Erhöhung des Bauwerkes um 25 Zentimeter vorsah, stimmte Tauer ebenfalls nicht zu. Trotzdem steht inzwischen ein imposanter Rohbau am Ufer des Großsees. Er gehört einer Bauherrengemeinschaft. „Inzwischen beschäftigt sich auch der Petitionsausschuss des Landtages mit dem Thema“, sagt Lorenz Wilke, Nachbar und Gemeindevertreter. Die Gemeinde will nun prüfen, welche Chancen weitere juristische Schritte gegen das Projekt haben. Karin Kallauke: „Wenn wir nichts unternehmen, entsteht am See eine Splittersiedlung. Geld aus der Gemeindekasse soll für die Auseinandersetzungen nicht ausgegeben werden, kündigt die Bürgermeisterin an.