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| 17:38 Uhr

Happy End nach schwierigen Zeiten
Cottbuser Theaternative C scheint gerettet

 Theaterchef Gerhard Printschitsch will noch ein Jahr lang die Geschäfte führen. Die Suche nach einem Nachfolger läuft.
Theaterchef Gerhard Printschitsch will noch ein Jahr lang die Geschäfte führen. Die Suche nach einem Nachfolger läuft. FOTO: TheaterNative C
Cottbus. Gerhard Printschitsch sieht seine Kleine Komödie nach schwierigen Zeiten im Aufwind. Von Andrea Hilscher

Es war ein schwieriges Jahr für die Theaternative C in der Peter­silienstraße. Nachdem Kurzzeit-Leiter Hauke Tesch Ende Mai überraschend seinen Rücktritt bekannt gegeben hatte, übernahm sein Vorgänger Gerhard Printschitsch erneut das Ruder, hatte mit großen finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. „Aber jetzt sieht es so aus, als wären wir aus dem Gröbsten raus“, sagt der Theaterchef.

2018 hat das Ensemble insgesamt 142 Vorstellungen gespielt, hinzu kommen 19 Gastspiele von Burg bis Wittenberg. Dabei konnten sich die Schauspieler in Cottbus über  5016 Zuschauer freuen, zuzüglich 1090 bei den Gastspielen.

 Volles Haus und volle Bühne: „Millionen für Penny“ entpuppt sich 2018 als Glücksfall für das Haus.
Volles Haus und volle Bühne: „Millionen für Penny“ entpuppt sich 2018 als Glücksfall für das Haus. FOTO: theaternative / Theaternative

Printschitsch erzählt von vielen großen und kleinen Glücksfällen, die dem angeschlagenen Haus geholfen haben. „Der erste war der wunderbare Benefiz-Abend, den viele befreundete Künstler für uns arrangiert haben“, sagt der Theater-Chef. Die Vorstellung sei ausverkauft gewesen. Ebenfalls ein riesiger Erfolg aus Sicht der Theaternative: das Sommertheater mit dem Stück „Millionen für Penny.“ Fast alle Vorführungen seien ausverkauft gewesen, leider habe man das Stück aber schon Anfang September vom Spielplan nehmen müssen – die Schauspieler waren an neue Engagements gebunden, konnten nicht länger in Cottbus spielen.

„Aber zum Glück läuft auch die ,Feuerzangenbowle’ ganz ausgezeichnet.“ Bis Silvester sind alle Vorstellungen ausverkauft. „Ich denke also, dass wir Anfang Januar wieder ein normales Niveau erreicht haben, was die Finanzen angeht.“ Printschitsch, der seit 25 Jahren in Cottbus Theater macht, will die Geschäfte der Kleinen Komödie noch bis zum 31. Dezember 2019 führen. Die Gespräche mit potenziellen Nachfolgern laufen. Zwei von ihnen sollen im nächsten Jahr Gast­inszenierungen in Cottbus gestalten. „Dann wissen wir mehr“, so Printschitsch.

Nach einer kleinen Erholungspause im Januar startet die Komödie dann mit einer Inszenierung von Michael Apel ins neue Jahr. Er bringt das Stück „Mir nichts dir nichts“ auf die Bühne. „Außerdem wollen wir natürlich etwas Besonderes zu unseren 30. Geburtstag anbieten“, kündigt der Theaterchef an. Sein Plan: die „Pension Schöller“ als Sommer­inszenierung mit Michael Trischan („In aller Freundschaft“). Auch „Penny“ und „Der eingebildete Kranke“ sollen weiterlaufen, ab November 2019 dann eine neue Weihnachtsinszenierung. Gerhard Printschitsch: „Das Jahr ist also gut durchgeplant, und wir hoffen, dass alles so schön wird, wie wir uns das vorstellen.“