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| 21:10 Uhr

Struktruwandel in der Lausitz
Lausitz verschafft sich Gehör

Fahnen, Pfeifen, Worte – Bergleute, Kraftwerker, Unternehmer und Bürger empfangen in Weißwasser lautstark die beiden Ministerpräsidenten.
Fahnen, Pfeifen, Worte – Bergleute, Kraftwerker, Unternehmer und Bürger empfangen in Weißwasser lautstark die beiden Ministerpräsidenten. FOTO: Joachim Rehle
Weißwasser/Großräschen. Der Besuch der Kohlekommission in der Region wird vielen Mitgliedern in Erinnerung bleiben.

Beim Besuch der Kohlekommission des Bundes hat sich die Lausitz am Donnerstag ordentlich Gehör verschafft – und das ist bei den Mitgliedern der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ nicht ohne Eindruck geblieben.

Gleich am Vormittag hatten die Ministerpräsidenten von Sachsen und Brandenburg, Michael Kretschmer (CDU) und Dietmar Woidke (SPD), gemeinsam klare Ansagen gemacht. Mehr als 2000 Bergleute, nicht nur aus der Lausitz, sorgten ordentlich für Aufmerksamkeit.

Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) fordert eine offene und ehrliche Diskussion und „wir erwarten vom Bund und der Kommission konkrete Projekte, mit denen wir den Strukturwandel gestalten“, sagte Woidke. Brandenburg und Sachsen forderten in der Kohleausstiegs-Debatte konkrete Projekte vom Bund für alternative Jobs in der Lausitz.

Sichtlich beeindruckt von der Visite war Kommissionsmitglied Hans Joachim Schellnhuber. Der bisherige Chef des Potsdaminstituts für Klimafolgenforschung ist für einen schnellen Kohleausstieg. In Großräschen sagte er der RUNDSCHAU: „Diese Region braucht keine Almosen. Hier ist der Bund in der Pflicht. In der Lausitz geht es nicht um Klein-Klein. Hier muss Geld in die Hand genommen werden. Die Lausitz braucht beispielsweise ein Max-Planck-Institut. In dieser Situation und Region geht es um die Champions League und nicht Kreisklasse.

Hinter verschlossenen Türen stellte Kommissionsvorsitzender Ronald Pofalla ein Sondergesetz des Bundes für die Kohleregionen in Aussicht. Themen des Tages Seite 3