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| 14:51 Uhr

Cottbus
Handwerk fürchtet um Kita-Standortvorteil

Cottbus. Die Handwerkskammer (HwK) Cottbus zeigt sich besorgt angesichts der Auseinandersetzung zwischen dem Land Brandenburg und den Kommunen zur Kindertagesbetreuung.

Nach Ansicht der Kammer wird dadurch leichtfertig ein Standortvorteil aufs Spiel gesetzt. HwK-Hauptgeschäftsführer Knut Deutscher erklärt: „Wir werben bei Rückkehrern mit besonderen Angeboten in Kitas und Schulen und stellen jetzt fest, dass wir nicht in der Lage sind, eine Betreuung abzusichern, die dem heutigen Bedarf gerecht wird. Unsere Unternehmen sind auf Fachkräfte angewiesen, die Familie und Beruf vereinbaren können. Wir haben mit den bisherigen Kita-Angeboten einen großen Standortvorteil gegenüber den alten Bundesländern.“ Deshalb müssten die Differenzen zwischen Land und Kommunen zügig beigelegt werden. Brandenburgs größter Kita-Träger Fröbel hat sich am Montag selbst angezeigt, weil er den gesetzlichen Betreuungsschlüssel nicht absichern kann. Denn das Land finanziert das Kita-Personal nur für 7,5 Stunden. Aber allein in Cottbus nutzen 51 Prozent der Familien ihren Rechtsanspruch auf zehn Stunden Kinderbetreuung. Fröbel hat als Konsequenz erklärt, keine Neuverträge über zehn Stunden Betreuung abzuschließen. In Cottbus betreibt Fröbel elf Kitas mit 992 Kindern. Brandenburgweit sind es 4100 Kinder in 37 Kitas.

(pk)