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| 08:35 Uhr

Handball Zwei Tschechen schossen sich in den "Klub der Hunderter"

Mit einem vierten Rang schnitten die Handballer des LHC Cottbus in der Regionalliga Mitte nach der ersten Halbserie ab. Damit wurde im Wesentlichen die Zielstellung der Cottbuser mit einer neu formierten Mannschaft erreicht. Hajo Schulze

Die Lausitzer haben sich während der Serie erheblich gesteigert. Nach einem Fehlstart mit zwei Niederlagen postierten sich die Cottbuser nach dem ersten Saisonsieg in der dritten Runde auf den 13. Rang. Dann ging es ständig bergauf. Vom 3. bis zum achten Spieltag warfen sich die Thormeier-Schützlinge stets zu erfolgreichen Spielenden und verlernten in sechs Auseinandersetzungen die Bitternis einer Niederlage. Erst das verunglückte Heimspiel gegen Einheit Halle (33:39) und die sofort folgende 26:28-Auswärtsniederlage in Sonneberg verursachten einen Knacks in der Erfolgslinie. Danach bewegte sich der LHC Cottbus dann wieder im vordersten Tabellenbild zwischen den Positionen 3 bis 5. Damit waren auch die besten Stellen in der ersten Serie erreicht. Mit Siegen gegen die Spitzenteams Köthen und Coburg lieferten die Cottbuser ihre Glanznummern ab. Mit sechs Heimsiegen in acht Begegnungen vor eigenem Publikum in der Lausitz-Arena zeigten sich Thormeier & Co stabiler als in auswärtigen Hallen. Hier konnten in sieben Partien nur drei Siege erreicht werden. Einmal waren die Cottbuser theoretische Spitze. Sie siegten in Wolfen mit 42:38 und warfen damit in einer Partie die meisten Tore aller 16 Teams. Immerhin waren das rein rechnerisch 0,7 je Minute.

Mit insgesamt 16 eingesetzten Spielern hatte Trainer Tormeier nicht alle Welt im Personaldepot zur Verfügung. Darunter befanden sich noch vier Akteure (Biesecke 1, Ostojic 4, Möbius 2, Robert 1), die nur Minimaleinsätze aufwiesen. Kein Spieler wurde maximal in jeder der 17 Begegnungen aufs Parkett beordert. Kapitän Michling, Chukhrov und Jordak wiesen mit je 15 die meisten Berufungen nach.

Der 23-jährige Rudolf Varak schnitt als bester Torschütze des LHC in der ersten Runde ab. Er traf 111-mal und verwandelte dabei 25 Siebenmeter. Sein 31-jähriger tschechischer Lands- mann Vladislav Jordak schoss sich noch am letzten Spieltag in den "Klub der Hunderter". Er traf exakt 100 Mal. Dimitri Chukhrov mit 72 und Jörg Reimann mit 67/18 Treffer folgen in der LHC-internen Torwurfrangliste. Bis auf Martin Biesecke – nur einen Einsatz – steuerten alle Akteure mehr oder weniger mit Treffern zur insgesamt erfolgreichen Ausbeute der Cottbuser bei.