(wsw) In der Handball-Oberliga hat der LHC Cottbus sein Auswärtsspiel beim Ludwigsfelder HC mit 25:27 verloren. Die Lausitzer kassierten damit im vierten Spiel der neuen Saison ihre zweite Niederlage und rutschten auf Tabellenplatz neun ab.

Lange Zeit war es in Ludwigsfelde ein Spiel auf Augenhöhe. In der ersten Halbzeit lief der LHC nach der Auftaktführung in der ersten Minute zwar ständig einem Rückstand hinterher. Absetzen konnte sich der Gastgeber aber nicht, denn die Cottbuser hielten dagegen. Mit 10:10 wurden die Seiten gewechselt. Das Ergebnis drückte dabei zweierlei aus: Die Abwehrarbeit einschließlich Torhüter Adam war mehr als solide, allerdings leistete man sich im Angriff zu viele Fehler.

Im zweiten Spielabschnitt änderte sich an diesem Bild nur wenig. Ludwigsfelde lag überwiegend in Front, doch eine gut kämpfende Cottbuser Mannschaft ließ sich nicht abschütteln. Knackpunkt in der Auseinandersetzung war die Phase zwischen der 43. und 50. Minute, als Ludwigsfelde vom 19:17 auf 23:18 davon ziehen konnte. Von diesem Rückschlag erholten sich die Lausitzer nicht, obwohl sie zu keiner Zeit aufsteckten, zumal man sich in dieser Phase durch einige umstrittene Schiedsrichterentscheidungen benachteiligt fühlte. „Meine Spieler haben super gekämpft. Jeder hat das Maximum gegeben und den Willen gezeigt, das Spiel noch zu drehen“, lobte Trainer Bozidar Bursac seine Akteure, nachdem er mit der Einstellung einiger Spieler im zurückliegenden Heimspiel gehadert hatte.

Grund zum Hadern war die mangelhafte Verwertung der Chancen. Cottbus leistete sich im Verlauf der 60 Minuten 20 Fehlwürfe. „Das ist einfach zu viel gegen eine gute Mannschaft, wie sie Ludwigsfelde hat“, kritisierte Bursac. Funktioniert hat diesmal das Zusammenspiel auf der linken Angriffsseite. „Das war viel besser als zuletzt“, anerkannte Bursac und stellte dabei die Treffsicherheit von Glenn Nietzel heraus, der acht Tore erzielte.

Mit drei Punkten aus vier Spielen ist der Saisonauftakt des LHC eher mäßig, auch wenn der LHC „in allen Spielen auf Augenhöhe mit seinen Gegnern“ war, wie Bursac einschätzt. In diesem Zusammenhang kritisierte er, dass „taktische Vorgaben von den Spielern nicht umgesetzt“ würden. Zudem machten sich erneut das Fehlen von Linkshändern auf der rechten Angriffsseite und begrenzte Alternativen  auf der Wechselbank nachteilig bemerkbar.

LHC: Adam, Hinzer (Tor); Nietzel (8 Tore), R. Takev (6), A. Takev (3), Widera,  Efa, Schulze (je 2), F. Takev, Reimann (je 1), Hüneburg, Gogava