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Hamburger Leichhardt-Kenner legt jetzt Amüsiergeschichten vor

Klaus Kilian hat zu Jahresbeginn in der RUNDSCHAU den ersten Teil seiner Romantrilogie über Ludwig Leichhardt vorgestellt.
Klaus Kilian hat zu Jahresbeginn in der RUNDSCHAU den ersten Teil seiner Romantrilogie über Ludwig Leichhardt vorgestellt. FOTO: Elsner
Cottbus. Den Hamburger Autor Klaus Kilian lässt Ludwig Leichhardts Schicksal nicht los. Im Sommer 2015 ist "Dubios", Teil 1 seiner Romantrilogie über den großen Australienforscher erschienen. Ulrike Elsner

Teil 2 und 3 sind in Vorbereitung. Doch zuvor kommt Ende Oktober ein 100 Seiten starkes Bändchen des Autors unter dem Titel "Meine schönsten Flops - 51 Amüsiergeschichten" auf den Markt. "In dem Buch plaudere ich aus dem Nähkästchen und erzähle Pleiten, Pech und Pannen aus meinem Leben", verrät der Autor der RUNDSCHAU. "Selbstverständlich kommt auch Ludwig Leichhardt in dem Büchlein vor."

Den Namen hat der Australienkenner vor 40 Jahren zum ersten Mal an einem Sydneyer Vorort-Bahnhof entdeckt. "Leichhardt-Station" stand am Bahnhofsgebäude. Ein Deutsch klingender Name in Down Under? Das hat das Interesse des Autors geweckt, der inzwischen zu einem der besten Leichhardt-Kenner und gern gesehenen Gast des Cottbuser Leichhardt-Arbeitskreises geworden ist.

In der Handschriften-Bibliothek der Universität in Göttingen hat er sich in die Historie eingelesen. Die Universität ist zugleich seine Korrespondenz-Bibliothek für die Mitchell-Library in Sydney geworden.

Über den im Jahr 1813 in Sabrodt geborenen Naturforscher wurden 800 Publikationen geschrieben, hat Klaus Kilian herausgefunden, die wenigsten davon allerdings in deutscher Sprache. Literatur-Nobelpreisträger Patrick White nutzte das Schicksal des Deutschen als Basis für den Roman "Voß". "Nach den vielen Recherche-Jahren ist es mir unbegreiflich, warum der Name eines in aller Welt hoch geachteten Mannes hierzulande so wenig Anklang findet", so Klaus Kilians Fazit.

Doch das ändert sich gerade. Der Autor selbst trägt ebenso dazu bei wie der Leichhardt-Arbeitskreis im Naturwissenschaftlichen Verein Niederlausitz. Teil 1 von Klaus Kilians Romantrilogie beschäftigt sich mit dem Verschwinden des Forschers. Der zweite Teil widmet sich der Zeit vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zum Giftgas-Anschlag in Tokio 1998. Teil 3 führt in die Neuzeit und hat die Kämpfe um Australiens reiche Rohstoffvorkommen zum Inhalt.