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| 02:33 Uhr

Häwelmann bekommt Geschwister

Das Planetarium am Lindenplatz hält Angebote für alle Altersgruppen bereit.
Das Planetarium am Lindenplatz hält Angebote für alle Altersgruppen bereit. FOTO: Planetarium
Cottbus. Hinter dem Team des Cottbuser Planetariums liegt ein erfolgreiches Jahr. Die Bildungs- und Unterhaltungsangebote des Hauses am Lindenplatz wurden 2016 wiederum von mehr als 20 000 Besuchern genutzt. Mit rund 60 Prozent war der Anteil der Schüler besonders hoch. Ulrike Elsner

Das Cottbuser Planetarium mit seiner neuen Fulldome-Technik hatte auch im vergangenen Jahr eine große Anziehungskraft. "Unser Einzugsgebiet reicht bis Ostsachsen und über die gesamte Lausitz", berichtet Planetariumschef Gerd Thiele. Auch Besucher aus Bayern und von der Ostsee waren von den Programmen begeistert.

Insgesamt haben 20 430 Besucher die Angebote des Hauses genutzt. Das waren rund 850 weniger als im Vorjahr. "Damit haben wir nach der Eröffnung des Planetariums in Zielona Gora aber gerechnet", räumt Gerd Thiele ein. Das Minus von 1100 bei Gästen aus Polen habe nicht ganz ausgeglichen werden können.

Mit überragendem Erfolg ist die Jahresendshow gelaufen. "Wir hatten drei völlig und zwei nahezu ausverkaufte Vorstellungen", berichtet Thiele. Auch die Resonanz auf die Musikshow "Queen Heaven" war überwältigend. "Das werden wir auch im neuen Jahr zeigen", verspricht der Planetariumschef.

Das erfolgreichste Programm des Jahres 2016 aber war "Der kleine Häwelmann". Mit der neuen Fulldome-Produktion schöpfen die Autoren Gerd und Sebastian Thiele in Zusammenarbeit mit der Bochumer Grafikerin Angelika Grothues die technischen Möglichkeiten des modern ausgestatteten Hauses voll aus. Dabei verbinden sie Film- und Tonsequenzen sowie Animationen mit Projektionen des Sternenhimmels.

Diesen Erfolg versprechenden Weg will das Team in diesem Jahr fortsetzen. Mit Fördermitteln aus dem Bildungsministerium sollen auf der Grundlage zweier erfolgreicher Programme der vergangenen Jahre Fulldome-Produktionen im Stil des "Kleinen Häwelmann" entstehen. "Zensi und der Himmelsstein" erklärt unser Planetensystem und soll im ersten Halbjahr Premiere haben. "Hannibal Hunter rettet die Welt", eine spannende Geschichte über Tierkreiszeichen und Tierkreissternbilder, folgt im zweiten Halbjahr.

Außerdem ist Cottbus Mitproduzent eines aufwendigen Programms mehrerer deutschsprachiger Planetarien. Es hat den Arbeitstitel "Planeten" und entsteht derzeit unter Verwendung aktueller Bilder aus dem All.

Zu den Höhepunkten des ersten Quartals 2017 gehört ein Vortrag von Professor Dr. Dieter B. Herrmann in der Wissenschaftsreihe "Lindenplatz - Professoren hautnah" am 31. März. Der langjährige Direktor der Berliner Archenhold-Sternwarte beschäftigt sich darin mit dem Teilchenbeschleuniger im Atomforschungszentrum CERN und dem Urknall.

Das Angebotsspektrum des Hauses am Lindenplatz ist groß. Den Unterricht ins Planetarium verlagern, zum Wandertag Sterne gucken oder mit den Kollegen einen außergewöhnlichen Abend verbringen? "Das alles ist möglich" stellt Gerd Thiele fest. Die Eintrittspreise jedenfalls sind derzeit stabil.

Zum Thema:
Mittwoch, 4. Januar, 16 Uhr: "Zwei kleine Stücke Glas" / "Alma", 17.30 Uhr: "Geheimnis Dunkle Materie"; Donnerstag 5. Januar, 16 Uhr: "Mit Professor Photon durchs Weltall"; Freitag 6. Januar, 20 Uhr: "Milliarden Sonnen", 21 Uhr: U2-Musikshow; Samstag 7. Januar, 15 Uhr: "Der kleine Häwelmann", 16.30 Uhr: "Tabaluga und die Zeichen der Zeit"; Sonntag 8. Januar, 11 Uhr: "Der Mond auf Wanderschaft"