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Verwaltungsgericht Cottbus
Haasenburg-Skandal wird neu verhandelt

Ein Haus für Bewohner des Kinder- und Jugendheimes der Haasenburg GmbH in Neuendorf am See (Dahme-Spreewald). Die Einrichtung ist jetzt erneut im Fokus der Staatsanwaltschaft. Fotos (3): dpa
Ein Haus für Bewohner des Kinder- und Jugendheimes der Haasenburg GmbH in Neuendorf am See (Dahme-Spreewald). Die Einrichtung ist jetzt erneut im Fokus der Staatsanwaltschaft. Fotos (3): dpa FOTO: Patrick Pleul
Cottbus. Vier Jahre nach dem Skandal um Erziehungsheime in Brandenburg beschäftigt der Fall Haasenburg erneut das Verwaltungsgericht Cottbus. Ab 23. November wird verhandelt. Von Bodo Baumert

Die erste Kammer des Verwaltungsgerichts Cottbus wird am 23. November über die Klage der Haasenburg GmbH gegen den Widerruf der Betriebserlaubnis durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport mündlich verhandeln. das kündigte Gerichtssprecher Gregor Nocon am Mittwoch an.

Ende 2013 mussten auf Weisung der damaligen Jugendministerin Martina Münch (SPD) drei Heime für Kinder und Jugendliche, die als schwer erziehbar galten, schließen. Zuvor hatte eine Untersuchungskommission einen Bericht vorgelegt, der Missstände in den Heimen anprangerte. Die Betreuer sollen Heimbewohner gedemütigt und drangsaliert haben.

Als Erziehungsheim-Skandal erschütterte der Fall Brandenburg. Vor vier Jahren sorgten Vorwürfe gegen Betreuer für Schlagzeilen und politische Debatten - auch über die Landesgrenzen hinaus. Jugendliche sollten von Erziehern drangsaliert und gedemütigt worden sein. Das Land nahm sich den Fall vor und setzte eine Untersuchungskommission ein. Die drei Haasenburg-Heime mussten Ende 2013 dicht machen. Seither läuft die juristische Aufarbeitung, viele Fragen sind noch immer offen. Nun könnte wieder bewegung in den Fall kommen.