Die Schüler des Evangelischen Gymnasiums laden die Cottbuser ein, gemeinsam mit ihnen der Reichspogromnacht zu gedenken. Unter dem Titel "Erinnern - Gedenken - Mahnen" werden die Gymnasiasten am kommenden Freitag, 6. November, im Ausblick auf den Jahrestag in der neuen Synagoge in der Spremberger Straße ein Programm aus Lesungen und Musik gestalten.

Schüler der 8. bis 10. Klassen werden unter anderem Texte zur Geschichte des jüdischen Volkes während des Holocaust und Zeitzeugenberichte von der Pogromnacht in Cottbus vortragen. In einer Spielszene wird es um die Bücherverbrennung im Jahr 1933 gehen. Paul Celans Gedicht "Todesfuge" wird in Bewegungen umgesetzt. Schüler des Evangelischen Gymnasiums werden die Lesungen musikalisch umrahmen. Darüber hinaus stellt die 10. Jahrgangsstufe ein Projekt mit einem Holocaust-Zeitzeugen vor, das in Kooperation mit dem Menschenrechtszentrum Cottbus zustande kam. "Die Begegnung mit Michael Goldmann-Gilead, der Auschwitz überlebt hat, hat uns sehr beeindruckt. Das Gedenken ist wichtig, damit wir uns erinnern. Wir wollen mahnen, damit sich die Geschichte nicht wiederholt", sagt der Zehntklässler Gero Blochwitz. In der Synagoge in der Spremberger Straße wird das Programm zweimal hintereinander zu erleben sein. Der erste Durchgang beginnt um 10 Uhr, der zweite um 11.45 Uhr. Interessierte sind herzlich eingeladen, dabei zu sein.