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Gutspark Seydlitz begrenzt jetzt eine Findlingsmauer

Bürgermeister Joachim Dieke und Miterbauer Werner Troppa enthüllen den großen Info-Findling.
Bürgermeister Joachim Dieke und Miterbauer Werner Troppa enthüllen den großen Info-Findling. FOTO: Hirche/jul1
Werben. Werben hat eine neue Attraktion: die Findlingsmauer am Gutspark Seydlitz. "Früher stand hier ein Holzzaun. jul1

Der ist aber sehr pflegeintensiv, ein schmiedeeiserner Zaun wäre zu teuer, so haben wir uns für die Findlingsmauer entschieden", erklärte Joachim Dieke bei der Einweihung der 110 Meter langen Gutsparkeinfassung.

Neben dem schönen Anblick hat diese eine wichtige Funktion: Im Gutspark finden zahlreiche Veranstaltungen statt. Da am Park Straßen verlaufen, sind daran teilnehmende Kinder sicherer.

Seit vergangenem Sommer haben zahlreiche Einwohner mit angefasst und den Bau der Findlingsmauer ermöglicht. Unterstützung gab es von rund 30 Sponsoren. Walter Chilla, Günter Starick, Werner Troppa und Joachim Dieke waren beinah täglich auf der Baustelle. Rund 160 Tonnen Findlinge wurden auf ein sicheres Fundament gestellt. Insgesamt sind mehr als 1000 freiwillige Arbeitsstunden zusammengekommen.

Für die Krönung des Bauwerkes an historischer Stelle sorgten die Werbener Kitakinder. Sie pflanzten im Frühjahr 24 verschiedene Sorten von winterhartem Sedum auf die Mauer.

Werbens Bürgermeister Joachim Dieke dankte bei der Einweihung der "Findlingsschlange" allen Helfern. Er füllte eine Hülse mit Zeitdokumenten von der LAUSITZER RUNDSCHAU und dem Heimatkalender "Stog" bis zu Fotos und einer Beschreibung des Baus und ließ diese in die Mauer ein. Zusammen mit Werner Troppa enthüllte er mit Unterstützung von Mathilda und Josefine aus der Kita die in die Mauer eingelassene Findlingsinformationstafel. "Gutspark und Gutshaus von Seydlitz; Erbaut 1775 durch Albrecht Anton von Weißenfels; 1822-1972 im Besitz der Familien von Oetinger und von Seydlitz; Umbau 2012-2013 zum Haus der Vereine; Findlingsmauer 2016-2017" steht auf dem riesigen Stein, der die Mitte der längeren Seite ziert. Ein weiterer steinerner Infopunkt gibt die Entfernungen nach Burg und Cottbus an. "Ich finde es ganz toll, dass sich hier so viele engagiert haben. Die Mauer kommt uns allen zugute und sie ist ein Hingucker", freute sich Kita-Leiterin Elvira Städter. Ein Einweihungsfest mit Musik, Spiel und Spaß schloss sich an.