ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:34 Uhr

Gutes tun statt Abgaben zahlen

Die Bambinis der SV Eiche Branitz strahlen in ihren neuen Trikots um die Wette.
Die Bambinis der SV Eiche Branitz strahlen in ihren neuen Trikots um die Wette. FOTO: Helbig/Sparkasse
Cottbus. Die Liste der Begehrlichkeiten ist lang: Wenn ein Unternehmen wie die Sparkasse Spree-Neiße Gewinne macht, wollen viele Bedürftige einen Teil davon abhaben. Zuletzt hatte es im Stadtparlament Vorstöße gegeben, mit Sparkassen-Abgaben den Haushalt zu konsolidieren. Andrea Hilscher

Doch, so die Mehrheit der Abgeordneten: Die Sparkasse tut mit ihrem Direkt-Sponsoring mehr für die Region, als jede Abgabe leisten könnte.

Insgesamt hat die Sparkasse Spree-Neiße im vergangenen Jahr 2,1 Millionen Euro an fast 600 gemeinnützige Projekte und Aktionen ausgereicht. Ulrich Lepsch, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Spree-Neiße: "Allein aus dem Zweckertrag der PS-Lotterie sind 70 000 Euro an 40 Vereine der Region rausgegangen."

Ihn als Fußballfan freut es offensichtlich besonders, wenn Sparkassengeld im Bereich des Sports ausgegeben wird.

Die Lausitzer Sportschule als eine von 43 Eliteschulen in Deutschland hat in den vergangenen 19 Jahren fast 250 000 Euro von der Sparkasse Spree-Neiße bekommen. 2016 wurden allein 7000 Euro an die Talentschmiede übergeben.

Der Weg des Ruhms in Cottbus erinnert mittlerweile an die olympischen Medaillen von 56 Sportlern - mit finanzieller Förderung durch das Geldinstitut.

Der sportliche Nachwuchs kommt im Sponsoringbereich nicht zu kurz: 300 Vereine der Region werden kontinuierlich unterstützt. 2016 konnten die Bambinis der SG Eiche Branitz sich neue Trikots kaufen, Kanuten der SG Einheit Spremberg erhielten für ihre Fahrten zu Wettkämpfen einen neuen VW-Transporter.

Sparkassenvorstand Ralf Braun, eher für den kulturellen Bereich des Sponsorings zuständig, freut sich über die jahrelange Unterstützung des europäischen Filmfestivals, des Wohltätigkeitsballs oder der Restaurierung historischer Wandmalereien in der Briesener Dorfkirche.

Ulrich Lepsch: "Diese Projekte sind uns ein Herzensanliegen, wir wollen damit die Entwicklung von Vielfalt und Lebensqualität unterstützen."

Das von Lepsch innig geliebte Sparkassen-Motto "sicher, stabil, solide" kommt offenbar auch 27 Jahre nach der Wende bei den Cottbusern gut an: Zum siebten Mal wurden im Auftrag der Sparkassen Geschäfts-, Gewerbe- und Firmenkunden befragt. Ergebnis: Das Geldinstitut genießt weiterhin den besten Ruf in der Region, selbst bei Kunden von anderen Banken. Persönliche Betreuung, fachliche Beratung und Entscheidungskompetenz vor Ort wurden in den Befragungen ebenfalls gelobt. Fast schon routinemäßig haben die Bankiers Topplatzierungen in Tests zur Kundenzufriedenheit und Beraterqualität abgesahnt. Und das bei gleichbleibend niedriger Cost-Income-Ratio. Dieser Wert berechnet, wie viel Geld die Sparkasse investiert, um einen Euro zu verdienen. Demnach ist sie eines der rentabelsten Kredithäuser Deutschlands.

Zum Thema:
Die Sparkasse Spree-Neiße ist mit 44 Geschäftsstellen, 53 Geldautomaten und 61 Kontoauszugsdruckern in der Region präsent. "Unsere Kerngenetik ist das Geschäft in der Filiale", so Vorstand Ralf Braun. 46 Prozent aller Privatkunden sind derzeit online-fähig, ebenso 66,7 Prozent aller Geschäftskunden. Noch wenig erfolgreich, so Braun, ist das Sparkassenbezahl-System "paydirekt". "Deshalb bieten wir es hier auch noch nicht an, warten, bis es sich am Markt durchgesetzt hat.