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Gute Seele der Herzgruppen zieht sich zurück

Ute Breuhahn beendet Vorsitz bei Herzgruppen-Sportlern.
Ute Breuhahn beendet Vorsitz bei Herzgruppen-Sportlern. FOTO: ski1
Cottbus. Recht groß fallen die Spuren aus, die Ute Breuhahn ihrem Nachfolger Heinz Jänicke hinterlässt. War doch die bisherige Vorsitzende des "Herzgruppen Cottbus e. ski1

V." für die aktuell 131 Mitglieder des Vereins in den vergangenen Jahren eine Person, die stets mit Leib und Seele für das Wohl ihrer Sportler eingesetzt hat. Bernhard Laws, einer der acht Übungsleiter, charakterisiert die 77-Jährige als "liebenswert und nett". Doch kennt er auch deren organisatorischen Stärken: "Nicht minder wichtig war immer, dass die scheidende Vorsitzende in ihrer Arbeit stets konsequent in ihrer Art der Führung dieses Vereins war. Ob bei der Organisation von Hallenzeiten, oder dem Erstellen der Einsatzzeiten der betreuenden Ärzte, alles hat immer hundertprozentig funktioniert. Dem Herzgruppensport hat ihre zielstrebige Arbeit unglaublich gut getan."

Nachgewiesen hat Ute Breuhahn diese Einschätzung bei einer ihrer letzten Amtshandlungen. Als sie vor den anwesenden 74 Vereinsmitgliedern zu Beginn der Wahlversammlung in ihrem Rechenschaftsbericht nicht nur lobende Worte parat hatte. Auch, was ihr im letzten Jahr weniger gefiel, brachte sie sympathisch und zielführend in ihrem Vortrag unter: "Wenn wir uns in der Halle des Niedersorbischen Gymnasiums zu unseren Übungsabenden treffen, darf der Stellplatz für den Rettungswagen nicht zugeparkt werden. Daran müsst ihr alle denken. Ihr wisst doch genau, dass irgendjemand von Euch durchaus einmal auf schnellste medizinische Hilfe angewiesen sein kann."

Seit 1993 ist Ute Breuhahn Mitglied dieser Sportgruppe, die gemeinsam dem Motto folgt: "Der Herzsport soll das Lebensziel verändern." Nicht zuletzt dank ihres Engagements, ihrer Ideen und ihrer Organisationsgabe spielt sich die Vereinsarbeit jedoch nicht nur unter den Dächern der Sporthallen ab. So gab es Treffs mit gleichartigen Gruppen des Landes Brandenburg, Ausflüge und Wanderungen.

Da war eine besondere Ehrung am finalen Tag Schlusstag ihres Vereinsvorsitzes absolut verständlich. "Ein so umsichtige Person wie Ute Breuhahn an der Spitze eines Vereins ohne jeden Hang zur Selbstdarstellung hat es absolut verdient, dass wir sie heute mit unserem Ehrenpokal auszeichnen", so der Geschäftsführer des Stadtsportbundes Tobias Schick.