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| 17:25 Uhr

Cottbus
Junge Eltern zieht es in die Heimat

Der inzwischen dritte Rückkehrertag zwischen Weihnachten und Neujahr im Foyer des Cottbuser Rathauses war gut besucht.
Der inzwischen dritte Rückkehrertag zwischen Weihnachten und Neujahr im Foyer des Cottbuser Rathauses war gut besucht. FOTO: Elsner / LR
Cottbus. Zahlreiche Besucher beim Rückkehrertag im Cottbuser Rathaus.

Rund 460 Besucher  nutzten den Rückkehrertag am Mittwoch im Cottbuser Rathaus, um sich über Jobangebote in Cottbus und Umland zu informieren und mit Vertretern der Agentur für Arbeit, der Handwerkskammer und der Industrie- und Handelskammer ins Gespräch zu kommen. „Besonders junge Familien waren in diesem Jahr auf der Suche nach einer Perspektive in Cottbus“, stellt Anja Schilde, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit, fest.

Zwölf Jahre haben Robert und Jessica Schönwald in Köln gelebt. „Ohne Kind war das kein Problem“, sind sich die Krankenschwester und der Kfz-Mechatroniker einig. Inzwischen haben die jungen Eltern einer Dreijährigen  aber festgestellt: „Oma und Opa fehlen.“ Carsten Herntier ist mit Frau und zwei Kindern (vier  Jahre und acht Monate) wieder in der alten Heimat Spremberg angekommen. Zuvor hat der 38-jährige 16 Jahre lang in München, Ingolstadt und zuletzt in Thüringen gelebt. Auch für die jungen Spremberger war die Nähe zu den Großeltern der entscheidende Grund für die Rückkehr. Bis April kann der Wirtschaftsingenieur noch seine Elternzeit genießen. Für die Zeit danach nimmt er zwei Jobangebote mit nach Hause.

3. Rückkehrertag in Cottbus FOTO: Von Michael Helbig

Zahlreiche Aushänge von regionalen Arbeitsstellen künden von der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt.  Die Agentur für Arbeit hat 1580 Stellen in Cottbus und im Spree-Neiße-Kreis im Angebot. Das Spektrum reicht von Glasfasermonteur über Statiker, Mitarbeiter für Marketingkommunikation bis Pflegedienstleiter.

Auch die Beratungsangebote zu Schulen und Kita-Plätzen wurden rege genutzt. Laut Arbeitsagentur wurden 320 konkrete Arbeitsangebote weitergegeben. Die Unterstützung Rückkehrwilliger zahlt sich auch für die Unternehmen aus. Marion Richter, Geschäftsführerin operativ der Arbeitsagentur, berichtet: „In diesem Jahr konnten wir 49 ehemaligen Lausitzern bei ihrer erfolgreichen Rückkehr helfen. Sie haben zum Beispiel Arbeit im IT-Bereich, in der Kranken- und Altenpflege, als Buchhalter, Mediengestalter, Fleischer oder Fremdsprachenkorrespondent aufgenommen.“

(ue)