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| 01:24 Uhr

Gustav Hermann

Gustav Hermann.
Gustav Hermann. FOTO: Archiv
Cottbus.. Vor 110 Jahren, am 31. Oktober 1897, wurde der Lehrer und Museologe Gustav Hermann in Rheinsberg geboren. Der Sohn eines Schuhmachermeisters konnte eine Lehrerbildungsanstalt besuchen und wurde Lehrer in Costebrau bei Senftenberg und danach in Schlepzig im Spreewald. Archiv

Seit 1928 lehrte er an der Bismarckschule (Bauhausschule) in Cottbus, später an der Knabenmittelschule am Wall. Im Cottbuser Anzeiger veröffentlichte er Beiträge zur Stadtgeschichte. Im März 1937 wurde er ehrenamtlicher Leiter des Cottbuser Heimatmuseums. Im Jahr 1939 unterrichtete er die Absolventen der Pädagogischen Lehranstalt Cottbus und wurde 1941 als Deutschlehrer an die Luftwaffenschule in Werder verpflichtet.
Im Jahr 1944 wurde er zur Wehmacht eingezogen, geriet an der Ostfront in sowjetische Kriegsgefangenschaft und wurde noch 1945 nach Cottbus entlassen. Sofort stürzte er sich wieder in die Museumsarbeit. Da das Museum an der Oberkirche ausgebrannt war, ging er daran, alle in Cottbuser Kunst- und Museumseinrichtungen noch vorhandenen Kulturgüter und Dokumente zu sammeln und zu sichern. Als die Provinzialregierung der Mark Brandenburg am 22. April 1947 die Auflage erteilte, das Branitzer Schloss "als Heimatmuseum einzurichten, während der Park als öffentliche Einrichtung der Erholung der städtischen Bevölkerung dienen soll", begann Hermann ein kleines städtisches Museum aufzubauen, das er bis zum Jahr 1952 leitete. Zugleich begannen erste Parkpflegearbeiten.
Von 1953 bis 1955 arbeitete Hermann als Dozent für Deutsch und Baugeschichte an der Fachschule für Bauwesen Cottbus. 1955 zog er nach Göttingen, wo er bis zu seiner Pensionierung als Mittelschullehrer tätig war. Gustav Hermann starb am 15. Januar 1988 in Göttingen. Seit 1993 trägt die frühere Vorparkstraße in der Branitzer Siedlung seinen Namen. (hhk)